Aus „Kreissträßchen“ wird eine Kreisstraße

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Spatenstich
Beim Spatenstich sind sowohl Landrat Wolfgang Spelthahn als auch Vertreter der Gemeinden, des Kreises und des Landes guter Dinge. In acht Monaten wollen sie sich alle zur Freigabe der neuen Kreisstraße dort wieder treffen. Foto: Daniela Martinak

Viehöven. Ausgelassen hebt Landrat Wolfgang Spelthahn schon mal einen ordentlichen Brocken Erde aus. Es kann also endlich losgehen. „Wir haben lange darauf gewartet und den Landwirten und Tagebaubetreibern gut zureden müssen“, betont der Landrat. Schließlich wolle niemand einen „Spaten über fremdes Land schwingen“. Geschwungen werden die Spaten jetzt – über inzwischen kreiseigenes Land.

Die Kreisstraße K 43 zwischen Inden-Schophoven und Jülich-Kirchberg, unmittelbar entlang des Örtchens Viehöven, war jahrzehntelang als zwar landschaftlich reizvolle, aber auch viel zu schmale Ortsverbindungsstraße bekannt. Daher sei es stets Ziel des Kreises gewesen, dort eine dem „heutigen Standard entsprechenden Verbindungsstraße“ herzustellen.

Während Indens erster Bürger, Ulrich Schuster, immer wieder auf die so ausgebaute Sicherheit auf dieser Strecke hinweist: „Gerade für die Radfahrer und Fußgänger ist es wichtig, die Straße zu verbreitern“, erinnert sich Jülichs Beigeordneter Martin Schulz an die Zeiten zurück „in denen man hier mit dem Motorrad schön die engen Kurven nehmen konnte“. Allerdings, so betont er, „musste dringend etwas gegen die erheblichen Sicherheitsmängel unternommen werden.“

In den folgenden acht Monaten – dann wollen sich der Landrat, die Vertreter der Gemeinden, des Kreises und des Landes zur Freigabe der neuen Kreisstraße wieder dort treffen – soll dort das 1175 Meter lange Teilstück und der 2550 Meter lange Fahrradweg (dieser wird auch auf dem zuvor neugestalteten Teilstück, welches genau vor dem jetzigen liegt neu ausgebaut) entstehen. Die Errichtung von sechs Meter Fahrbahnbreite, eines Trennstreifens von 1,5 Metern Breite zu einem 2,5 Meter breiten Radweg auf dieser Strecke zwischen dem ehemaligen Bahnübergang und Viehöven kostet den Kreis 1,5 Millionen Euro.

Die Maßnahme wird vom Land NRW mit 60 Prozent gefördert, denn „es wird Zeit, dass aus diesem Kreissträßchen endlich mal eine richtige Kreisstraße wird“, wie Peter Münstermann (MdL) es ausdrückte. Sein Landtagskollege Josef Wirtz, der ein wenig daran zweifelte, „dass wir mit dem Geld hinkommen“, verzichtete schon einmal auf den finanziellen Anteil für sein Stück Land vor Ort.

„Sicherheit geht vor. Meiner Meinung nach ist das wieder einmal ein Zeichen öffentlicher Hand, dass wir trotz der schwierigen Haushaltslage zeigen, wie sehr uns das Wohl der Bürger am Herzen liegt“, unterstrich Spelthahn. Dieser setzte beherzt noch zwei- dreimal die Schaufel an und machte so den ersten Schritt in Richtung „ordentliche Verbindung von zwei Metropolen des Kreises – Inden und Jülich.“

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