Arbeitsschutz geht jeden Mitarbeiter an

Von: jago
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Kreis Düren. Um Arbeitsschutz zu erörtern und zu vertiefen, hatte die der Vereinigten Metall-Berufsgenossenschaften (VMBG) angeschlossene Maschinenbau- und Metall Berufsgenossenschaft (MMBG) Sicherheitsfachkräfte, Arbeitsmediziner, Geschäftsführer, Betriebsräte und Experten aus der beruflichen Praxis zu einer Fachtagung unter dem Leitsatz „Guter Arbeitsschutz ist kein Zufall” nach Inden/Altdorf geladen.

Dort informierten Referenten zu Themen wie Prävention und Überwachung, Organisation des Arbeitsschutzes, Haftung von Unternehmen, Ergonomie am Arbeitsplatz und gaben einen Einblick in das Geschehen in der Region Düren.

Dass im Kreis die positive Entwicklung im Jahresvergleich 2009 zu 2008 erfreulicherweise festzumachen ist, belegte Werner Habeth, Aufsichtsperson mit Schwerpunkt Unfallverhütung in der Region, anhand konkreter Zahlen. So ist die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle von 326 auf 260 gesunken, die Wegeunfälle blieben konstant bei 34 Fällen, und der „Verdacht auf eine Berufskrankheit” reduzierte sich von 24 auf 17 Anzeigen. „In der zur Zeit angenommenen Arbeitsschutzstrategie gehen wir nach den Schwerpunkten innerbetrieblicher Transport, Zeitarbeit und Gerüste auf Baustellen und Abbrucharbeiten vor, verdeutlichte Habeth die Einsatzgebiete.

Dass dabei die Europäisierung der Gesetzgebung eine große Rolle spiele, schätzte er als eine Chance für die Unternehmen ein, die die Vorgaben nun „auf ihre Bedürfnisse angleichen können”. Zur Erklärung: Das auf strikten Normen basierende deutsche Gesetz schrieb beispielsweise für eine notwendige Absperrmaßnahme eine konkrete Höhe von 100 Zentimetern vor; diese wird nach europäischem Gesetz nun so definiert, dass sie der real vorhandenen Situation angemessen sein muss. Eine Folge daraus und aus der Deregulierung im Arbeitsmarkt sei, dass der an die Berufsgenossenschaft heran getragene Beratungsbedarf immens gestiegen sei.

„Wir gehen seit etwa 40 Jahren raus zu den Betrieben”, sagte Heinz-Rudolf Neumann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. „Die Verantwortung für den Arbeitsschutz hat weiterhin der Arbeitgeber”, betonte er. Die Genossenschaftler wiesen aber darauf hin, dass jeder Arbeitnehmer aufgefordert sei, mögliche Unfallursachen aufzuspüren zur Sprache zu bringen. Allererste Ansprechpartner seien der jeweilige Sicherheitsbeauftragte des Betriebs und die Geschäftsleitung sowie die Arbeitnehmervertretung.
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