Arbeitslosenquote steigt im Kreis nur um 0,1 auf 8,5 Prozent

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Kreis Düren. Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Düren ist im April zum fünften Mal in Folge angestiegen. Insgesamt waren 11277 Menschen arbeitslos, 181 mehr als im März. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 auf 8,5 Prozent (April 2008: 8,0 Prozent).

„Die Konjunkturkrise versetzt auch den hiesigen Unternehmen einen Dämpfer. Umsatzrückgänge und Gewinneinbrüche führen auf dem regionalen Arbeitsmarkt zu einem erneut leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Parallel dazu ist zum wiederholten Male ein Rückgang bei den Stellenangeboten zu verzeichnen”, erklärte Harald Küst, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Düren.

„Von der Auftragsflaute sind in der Region besonders die Branchen Fahrzeug- und Maschinenbau, Transport- und Logistik sowie das Papier- und Textilgewerbe betroffen. Auch wenn in einigen Betrieben erste Entlassungen anstehen, so scheuen die meisten Unternehmen vor einem großen Beschäftigtenabbau zurück: Sie wollen mit Blick auf den erhofften Aufschwung nicht erst mühsam nach den raren Fachkräften suchen. Zur Bewältigung der Krise setzen viele Firmen weiterhin auf Kurzarbeit”, kommentierte Küst und appellierte an die Betriebe, während der Kurzarbeit die Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Als vorsichtiges Anzeichen einer Stabilisierung wertet Harald Küst den Rückgang der konjunkturellen Kurzarbeit. Während im März noch 64 Betriebe aus dem Kreis Düren bei der Arbeitsagentur Kurzarbeit angezeigt hatten, waren dies bis Ende April nur noch 38. „Daraus aber auf ein Ende der Talfahrt zu schließen, wäre verfrüht”, weiß Küst. „Erst in der zweiten Jahreshälfte können wir fundierte Aussagen zur Entwicklung treffen.”

Anlass zu Optimismus gibt der Geschäftsführer der Arbeitsagentur Düren dennoch: „Nicht zuletzt durch die krisenfeste Stimmung bei den Verbrauchern besteht im Konsum- und Dienstleistungsbereich weiterhin Nachfrage nach Arbeitskräften. Auch im Gesundheitswesen herrscht zunehmender Fachkräftebedarf, besonders im Alten- und Krankenpflegebereich.”
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