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Altlastensanierung verschlingt knapp 2,3 Millionen Euro

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Muss für rund 2,3 Millionen Euro saniert werden: das Gelände einer ehemaligen Industriewäsche am Mirweiler Weg in Gürzenich.

Kreis Düren. Weil der frühere Eigentümer verstorben ist und das Erbe seinerzeit nicht angetreten wurde, muss die öffentliche Hand einmal mehr für die Sanierung einer hochbelasteten Industriefläche aufkommen.

Im Auftrag des Kreises Düren und des Altlastensanierungsverbandes NRW hat der Rückbau des ehemaligen Betriebsgebäudes auf dem Gelände einer Industriewäscherei am Mirweiler Weg in Gürzenich begonnen.

Das rund 3800 Quadratmeter große Areal, auf dem von 1969 bis Anfang 1998 eine Industriewäscherei für Berufskleidung und gewerbsmäßig genutzte Putzlappen betrieben wurde, weist nach jahrelangem unsachgemäßem Umgang mit Betriebsstoffen erhebliche Kontaminationen des Bodens, der Bodenluft und des Grundwassers mit leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) auf. Eine Gefährdung geht von dem belasteten Grundwasser erst einmal nicht aus, versichert Jochen Ziegon vom Umweltamt des Kreises. Es sei denn, es bohre jemand in unmittelbarer Nähe einen Brunnen. Allerdings räumt der Experte ein, dass bei der Bodensanierung zum Schutz der Bevölkerung ein Zelt errichtet werden muss, in dem die freiwerden LCKW aufgefangen werden. Dabei müssen die Arbeiter Schutzanzüge tragen.

Bevor jedoch die Sanierung erfolgen kann, muss der Umfang der Bodenverunreinigung durch weitere Bohrungen eingegrenzt werden. Dafür werden zurzeit die ehemaligen Betriebsgebäude bis auf die Bodenplatte abgerissen. Ab Ende Februar erfolgen dann die ergänzenden Bohrungen zur Eingrenzung der Sanierungszonen. Die Sanierung des Standortes, die durch den Austausch des belasteten Bodens erfolgen soll, ist für das Jahr 2011 vorgesehen.

Die Kosten für den Abriss und die Bohrungen betragen rund 275.000 Euro, von denen der AAV 80 und der Kreis Düren 20 Prozent tragen. Die Kosten für die Bodensanierung werden derzeit auf bis zu zwei Millionen Euro geschätzt.
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