Altester Baum des Kreises ist Linde in Freialdenhoven

Von: gep
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Auf einem Privatgrundstück in
Auf einem Privatgrundstück in Freialdenhoven steht der wohl älteste Baum des Kreises Düren: Die Linde wird auf 350 bis 450 Jahre geschätzt. Im Bild der Jakob Leipertz und Grundeigentümerin Rolette Esser. Foto: Peters

Aldenhoven. Der wohl älteste Baum im Kreis Düren ist eine Linde in Freialdenhoven. Ihr Alter wird auf 350 bis 450 Jahre geschätzt. Sie steht kurz vor dem Auseinanderbrechen, allerdings will der Kreis das verhindern.

Das sagte Lothar Gerhards von der Unteren Landschaftsbehörde auf der jüngsten Sitzung des Bauverwaltungsausschusses der Gemeinde Aldenhoven. Dort stellte Gerhards gemeinsam mit Martin Castor von der Planungs- und Ingenieurgesellschaft Grontmij den „Vorvorentwurf” des Landschaftsplans Aldenhoven/Linnich-West vor.

Im „Dialog mit allen Beteiligten” will der Kreis in diesem Landschaftsplan Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, geschütze Landschaftsbestandteile wie Obstwiesen und Naturdenkmale wie etwa alte markante Bäume festschreiben. Gerhards betonte, dass „bebaute Flächen nicht Bestandteil des Landschaftsplans” seien.

Nach derzeitigem Stand sollen etwa 20 Prozent der Gemeindefläche unter Schutz gestellt werden.

Grundsätzliche Vorbehalte äußerten der Ausschussvorsitzende Reinhard Paffen und der Dürboslarer Ortsbürgermeister Wolfgang Klems (beide CDU). Paffen monierte, dass auf dem Land der Naturschutz „etwas überhand genommen hat”. Klems sprach sogar von einer „modernen Enteignung”. Er verwies auf Wiesen, die drohten, „total zu versteppen”.

Gerhards erwiderte, dass die Landschaftsbehörde „kooperativ” vorgehen wolle, das stelle das künftige Beteiligungsverfahren sicher. Und „unberührt bleibt die bisherige Nutzung” durch den Bewirtschafter. Es werde „nur das Notwendige” unter Schutz gestellt. Und das seien die Räume, „wo Ihre Bürger spazieren gehen”, betonten Gerhards und Castor. Und auch die Wohnorte „leben von der Attraktivität des Raumes” - etwa Gehölzstreifen entlang der Fließgewässer.

Nicht zu vergessen sei, dass der Steinkauz europäisches Artenschutzrecht habe. Und das bedeute, dass für diese bedrohte Eulenart geeignete Lebensräume (zur Brut und Jagd), also Obstwiesen, erhalten werden müssten.
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