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AC²: Die eigene Firma erst mal durchspielen

Von: Gudrun Klinkhammer
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Stellten die Initiative vor: Heike Krier, Geschäftsführerin der Gründerregion, und Agit-Geschäftsführer Dr. Helmut Greif (rechts) im Gespräch mit unserem Redakteur Thorsten Pracht. Foto: Gudrun Klinkhammer
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Ina (r.) und Astrid Hagenau aus Düren möchten ein Unternehmen gründen. Foto: Gudrun Klinkhammer

Kreis Düren. Ina Hagenau und ihre Schwester Astrid möchten sich selbstständig machen. Zu ihrem Plan sagt Ina Hagenau: „Wir möchten eine Firma gründen und Kurse anbieten, in denen wir Menschen helfen, ihre Stimme zu verbessern.“ Ina Hagenau ist ausgebildete Popsängerin und ihre Schwester Logopädin, in Düren sind sie zu Hause.

Beide Fachfrauen verstehen ihr Handwerk aus dem „Effeff“, aber die 33-jährige Sängerin und die 29-jährige Logopädin wissen auch, dass sie auf kaufmännischen Gebiet gerade in der Startphase Unterstützung benötigen.

Fachliche Unterstützung

Aus diesem Grund besuchten sie eine der vier Auftaktveranstaltungen des Geschäftsplanwettbewerbs „AC²“, die am Mittwochabend in Vettweiß bei der Firma Wibotec Surfaces stattfand. Die Gründerregion Aachen legt dieses Angebot für Gründer und Unternehmer nun zum zwölften Mal auf. Zum einen richtet sich der Wettbewerb an (potenzielle) Gründer, wie es die Geschwister Ina und Astrid Hagenau sind. Außerdem werden Unternehmer angesprochen, die ihre Firma weiterentwickeln und nach vorne bringen möchten.

Heike Krier, Geschäftsführerin der Gründerregion, fächerte die Vorteile auf: „Die Teilnehmer erhalten von uns sehr viel fachliche Unterstützung in Form von Gutachten, sie können in kurzer Zeit ein beachtliches Netzwerk aufbauen und erhalten eventuell sogar einen Preis.“ Zum Programm gehört, dass Mentoren die Teilnehmer kostenlos betreuen, dass unabhängige Gutachten angefertigt und das Infoveranstaltungen durchgeführt werden. Zu den Preisen zählt unter anderem ein Imagefilm, in dem kurz und auf den Punkt gebracht die jeweilige Firma vorgestellt wird.

Um den Wettbewerbs-Ablauf mit seinen vielen verschiedenen Bausteinen zu verdeutlichen, hatten die Veranstalter eine ganze Schale Legosteine als Symbole im Gepäck. Unser Redakteur Thorsten Pracht moderierte die Auftaktveranstaltung und nahm das Motiv gerne auf: „Genau, wie man mit diesen Steinen spielen kann, kann man während des Wettbewerbs eine Firmengründung zunächst einmal durchspielen.“

Dr. Helmut Greif, Geschäftsführer der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit), lobte die Region als besonders kreativ. Allein durch die Hochschul- und Forschungsstandorte in Aachen und Jülich sei ein hoher Pioniergeist vorhanden. Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn äußerte sich begeistert von den „AC²“-Erfolgen und nannte Fakten: „82 Unternehmen aus dem Kreis haben sich zwischen 2003 und 2013 für den Gründerwettbewerb interessiert.“

25 Firmen nahmen am Wettbewerb teil. 30,5 Prozent zogen die Gründung durch und existieren allesamt heute noch. Die 59 Unternehmen aus dem Kreis, die sich am Wachstumswettbewerb beteiligten, stockten ihre Mitarbeiter von 190 auf inzwischen 302 auf. Der Landrat hob hervor, es seien in erster Linie Ideengeber und Unternehmer, die Arbeitsplätze und somit Wohlstand schaffen würden. Deswegen müssten diese Personen speziell gefördert werden.

Unternehmer, die bereits am Wettbewerb teilnahmen, wurden von Thorsten Pracht in einer Talkrunde vorgestellt. Guido Harperscheidt aus Kreuzau ist bereits seit 1996 selbstständig, er verkauft Solar-Systeme. Die Teilnahme am Wettbewerb und die Zusammenarbeit mit einem Mentor seien für ihn und seine Firma wie ein Frische-Kick gewesen, berichtete er. Christian Riedel betreibt die Fußballgolf-Anlage am Indemann, auch für ihn war die Unterstützung in der Startphase sehr hilfreich – speziell bei der Suche nach dem Standort und der Frage der Gesellschaftsform.

Ermutigende Worte fand Wilfried Brake, Gründer von Wibotec Surfaces. 17 Jahre lang habe er in der wohligen Wärme eines Konzerns gearbeitet und sich dann vor zwei Jahren mit Hilfe des Gründerwettbewerbs selbstständig gemacht. Den Weg habe er bis heute nicht bereut. Er empfahl den rund 50 interessierten (Jung-)Unternehmern: „Wenn Sie mehr Lust am Gewinnen haben als Angst zu verlieren, dann sollten Sie Ihr Ding durchziehen.“ Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenlos. Zu gewinnen gibt es Geld- und Sachpreise. Anmeldungen sind noch möglich.

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