Aachen/Kreis Düren/Kreis Heinsberg - 500 Jugendliche grooven bei der Pop-Messe

500 Jugendliche grooven bei der Pop-Messe

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Spaß an der Musik: Über 500
Spaß an der Musik: Über 500 Jugendliche nahmen am 2. Diözesanen Jugendchortag teil. Foto: Andreas Herrmann

Aachen/Kreis Düren/Kreis Heinsberg. E-Gitarre, Bass und Schlagzeug sind für gewöhnlich nicht Bestandteil eines Gottesdienstes. Doch als gewöhnlich kann man die Jazzpopmesse in der Kirche St. Jakob sowieso nicht bezeichnen: Rund 500 Jugendliche aus 22 verschiedenen Chören aus dem gesamten Bistum haben an ihrer Erarbeitung mitgewirkt.

Sie kamen etwa aus Krefeld oder Mönchengladbach angereist, um gemeinsam den zweiten Bistümlichen Jugendchortag (der erste fand 2008 statt) in Aachen zu begehen.

Alle versammelten sich zunächst zur Eröffnung um 11.30 Uhr. Bis kurz nach 15 Uhr wurde anschließend in einem großen Workshop an einer Jazzpopmesse gearbeitet. Der Karlsruher Komponist Wolfgang Klockewitz hatte die Messe für den Weltjugendtag in Köln geschrieben und ist mit seiner Band extra nach Aachen gekommen, um sie in der St.-Jakob-Kirche erneut aufzuführen.

Trommelgruppe und Xylophon

„A groovy celebration” heißt die Messe und genau so klingt sie auch beim Abschlussgottesdienst: Ein Chor aus etwa 140 Jugendlichen singt groovig arrangierte Versionen von „Wohin schickst Du uns” oder „Halleluja”. Auch afrikanische Musik gibt es zu hören: bei „Siyahamba” kommen eine Trommelgruppe und ein großes Xylophon zum Einsatz. Die Solisten verleihen den Stücken den letzten Schliff. „Die Messe soll ein Gemeinschaftserlebnis sein”, sagt Michael Hoppe, Referent für Kirchenmusik im Bistum Aachen und Organisator des Jugendchortages.

Abgehalten wurde der Gottesdienst von den Pfarrern Andreas Mauritz und Rolf-Peter Cremer sowie vom Bischof Heinrich Mussinghoff, dessen Stiftung zur Förderung der Kirchenmusik für die Finanzierung des Jugendchortages aufgekommen ist. Im Bistum Aachen gebe es 4000 Kinder und Jugendliche in Chören. „Die Kirchengesänge gerade auch jünger Sänger sind ein wichtiger missionarischer Dienst”, sagt Mussinghoff. Um diese zu fördern, müssen manchmal auch Wege abseits der bekannten Pfade betreten werden. Hoppe bedankt sich bei Bischof Mussinghoff dafür, „dass heute Dinge im Gottesdienst möglich waren, die nicht selbstverständlich sind”.

Nach dem gemeinsamen Gottesdienst waren alle Besucher zu einem Abschlusskonzert in der Citykirche St. Nikolaus eingeladen. Über 100 Jugendliche des Heilig-Geist-Gymnasiums in Würselen-Broichweiden spielten dort unter der Leitung von Martin Busch das Poporatorium „Die 10 Gebote”.

Auch im kommenden Jahr möchte Hoppe einen Chortag organisieren, eventuell wird es dann wieder ein Kinderchortag. „Man sieht ja, dass es gut angenommen wird”, sagt Hoppe und zeigt auf die menschengefüllte Kirche, in der längst alle Sitzplätze belegt sind.
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