Kreis Düren - 17 Landschaftswarte streifen bei Wind und Wetter durch die Natur

17 Landschaftswarte streifen bei Wind und Wetter durch die Natur

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Landrat Wolfgang Spelthahn überreichte den 17 Landschaftswarten die Bestellungsschreiben. Sie übernehmen in den nächsten vier Jahren in den Kommunen ehrenamtlich Verantwortung für die Belange der Natur.

Kreis Düren. Sie streifen bei Wind und Wetter durch ihren Beritt, halten Augen und Ohren stets offen und haben das Herz voller Liebe zur Natur. „Es gehört eine große Portion Idealismus dazu, sich ehrenamtlich als Landschaftswart zur Verfügung zu stellen, denn das ist keine leichte Aufgabe”, würdigte Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt in einer kleinen Feierstunde die Einsatzbereitschaft der Männer, die bis Ende 2012 in Feld und Flur nach dem Rechten sehen werden.

Als sie ihre Bestellungsschreiben aus seinen Händen in Empfang nahmen, wussten die meisten der insgesamt 17 Landschaftswarte sehr wohl, was sie in den nächsten vier Jahren erwartet. Denn schließlich fungieren sie teils seit Jahrzehnten als „ehrenamtlicher Arm unserer Verwaltung”.

Der Golzheimer Johannes Müller beispielsweise ist ein Mann der ersten Stunde. Seit 1981 ist er als fachkundiger Ehrenamtler in der Gemeinde Merzenich unterwegs. Wie seine Landschaftswart-Kollegen zwischen Titz und Heimbach achtet er darauf, dass das Verhältnis von Mensch und Natur ein harmonisches bleibt. Wilder Müll, nicht genehmigte Abgrabungen, verbotene Rodungen, wildes Campen, Verstöße in Schutzgebieten, Missachten der Reitregelung - Anlässe, tätig zu werden, gibt es viele.

„Es ist sicher nicht gerade angenehm, wenn sie mit Menschen reden müssen, die durch ihr Verhalten zu erkennen geben, dass sie keine solch ausgeprägte Leidenschaft für Flora und Fauna haben wie sie”, sagte der Landrat. In diesen Gesprächen sind Fingerspitzengefühl und Überzeugungskraft gefordert, denn „Hilfspolizisten” sind die Landschaftswarte nicht.

„Ich bin stolz, dass sie diese anspruchs- und verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen. Das zeugt von großem Idealismus”, gratulierte Dr. Heribert Schwarthoff, stellvertretender Vorsitzender des Landschaftsbeirates, den Landschaftswarten folgerichtig. Ein Platz in der Riege ist noch frei: Gesucht wird jemand, der in Düren westlich der Rur aktiv sein möchte.
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