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Zwei der drei Grundschulen vor dem Aus?

Von: gep
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Die Johannesschule in Siersdorf: Im Frühjahr 2010 ist die Grundschule aufwändig saniert worden.Außenwände wurden gedämmt und neue Fenster eingesetzt. In Eigenleistung war der Dachbereich isoliert worden. Ab 2015/16 ist der Weiterbestand der Schule fraglich. Foto: Greven

Aldenhoven. Die Schullandschaft in der Gemeinde Aldenhoven wird sich in den nächsten Jahren wegen rückläufiger Schülerzahlen erheblich verändern. Ein detaillierter Vorschlag zur Neuorganisation liegt jetzt auf dem Tisch, der Gemeinderat muss entscheiden.

Die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Siersdorf ist demnach nur mit großer Mühe und die Katholische Grundschule (KGS) Aldenhoven wohl nicht mehr zu halten.

Im Kernort soll an der Schwanenstraße, derzeit Sitz zweier Grundschulen und der Hauptschule, eine vierzügige Gemeinschaftsschule eventuell mit einer zweizügigen SekundarstufeII betrieben werden, und am Pestalloziring, bisher Standort der Realschule, eine drei- bis vierzügige Grundschule. Das zumindest ergibt sich aus einem Papier der Arbeitsgemeinschaft Kommunale Planung (Komplan), Bochum, das die Gemeindeverwaltung zur Optimierung und Sicherung des schulischen Angebotes in Auftrag gegeben hat.

Nach dieser Machbarkeitsstudie, die Komplan auf der Sitzung des Schul- und Sozialausschusses am 24. März vorstellt, wird an der Johannesschule in Siersdorf im Schuljahr 2015/16 die volle Zweizügigkeit „deutlich unterschritten”. Dann kann nur noch eine Eingangsklasse gebildet werden, somit ist die Bedingung zur Fortführung nicht mehr erfüllt. Allerdings erwarten die Bochumer Planer auch „Impulse zur langfristigen Sicherung des Grundschulstandorts Siersdorf”, da die Zahl der Auspendler aus dem Raum Siersdorf zur KGS Aldenhoven, die 2015/16 ausliefe, zurückgehen werde.

Auch die Hauptschule Aldenhoven wird, so Komplan, mittelfristig in die Einzügigkeit gehen, somit sei „deren Bestand mittel- und längerfristig nicht gesichert”.

Und die Realschule erreicht durchschnittlich nur noch 1,5 Züge und ist zur Erreichung der vollen Zweizügigkeit auf Einpendler angewiesen. „Grundsätzlich möglich” wäre die Zusammenlegung der Haupt- und Realschule zu einer Verbundschule, die Abschlüsse der SekundarstufeI ermöglicht.

Allerdings favorisieren die Verfasser der Studie eher eine Gemeinschaftsschule auf der Basis der Haupt- und Realschule, die in Kooperation etwa mit dem städtischen Gymnasium Zitadelle in Jülich auch Abschlüsse der Sekundarstufe II (Abitur) anbietet. Eine Gemeinschaftsschule könne „aus eigener Kraft” die geforderte Dreizügigkeit (69 Schüler je Jahrgang) erreichen, heißt es in der Studie.

Bei einer Verbundschule läge die Latte bei 74 Schülern (ein Zug Hauptschule und zwei Züge Realschule). Und eine Gemeinschaftsschule biete, so Komplan, „erstmals ein Angebot mit gymnasialen Standards vor Ort”.

Um die Neuorganisation umzusetzen, haben die Bochumer Planer auch schon den Raumbedarf im Einzelnen ermittelt und einen Zeitplan für den schubweisen Umzug erstellt, damit sich die Belastung der Schüler und Lehrer in Grenzen hält. Klar ist, dass auch Investitionsbedarf entsteht.
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