Zuckerrübe startet sehr früh ins Jahr und wächst prächtig

Von: gep
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rübebu
Vom gewünschten „schönen schlanken” Endprodukt sind die zarten Rübenpflänzchen zwar noch weit entfernt, aber die Keim- und Wuchsbedingungen waren bisher vortrefflich.

Jülich. Die Rübe ist 2011 gut gestartet. Das sagt Dr. Willi Kremer-Schillings, Leiter der landwirtschaftlichen Abteilung der Zuckerfabrik Jülich.

Und wenn der Niederschlag, der am Mittwoch eingesetzt hat, jetzt „langsam herunterregnet”, dann ist das „traumhaft”. Regen benötigten derzeit aber vor allem Getreide und Raps. „Die kleine Rübe braucht noch nicht viel Wasser”, erläutert der Fabrik-Agronom. In den vergangenen sieben Wochen seien nur 20 Millimeter gefallen, zwölf Millimeter im März und acht im zu Ende gehenden April.

Ist zudem der Niederschlag nicht so reichlich, wurzelt die Pflanze tiefer und kann dann Trockenperioden besser überstehen. Und das Ergebnis ist dann „eine schöne, schlanke Rübe”, sagt Kremer-Schillings.

Ausgesät haben die Rübenbauern im laufenden Jahr „recht früh und zügig”. Begonnen wurde Mitte März. Schon am 31. März war die Ausssaat komplett erledigt. 2010 war das erst am 18. April, im Superjahr 2009 am 14. April der Fall. 2003 sei die Aussaat so früh wie 2011 abgeschlossen worden, und es sei damals ein gutes durchschnittliches Erntejahr geworden, erinnert sich Kremer-Schillings.

Im laufenden Jahr ging die Saat bis zur zweiten Aprilwoche „sehr gut” auf. „Praktisch jede Pille ist gekommen”, sagt Kremer-Schillings. Sobald Keimwurzel und Keimsproß aus der Pille ausgetreten sind, ist die Gefahr des Mäusefraßes gebannt. Auch von einer Schneckenplage sind die Rübenbauern bisher verschont geblieben. „Nur ganz wenige tierische Schädlinge” sind bislang aufgetreten, sagt Kremer-Schillings. „Das war überhaupt kein Thema.”

Allerdings hat sich „etwas Exotisches” eingestellt. Zehn Betriebe (von knapp 1700) meldeten Schäden durch die Larven der Wiesenschnake. Die Larven greifen zunächst die Keimlinge an, später verursachen sie Fressschäden an der Wurzel und an den Rübenpflänzchen. Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich, da hilft nur noch eine Neusaat.

Für die Unkrautbekämpfung war die Trockenheit ein Problem. Denn der Staub, der sich auf den Blättern der Unkräuter ablagert, erschwert den Kontakt mit dem Herbizid. Um eine ausreichende Benetzung der Unkräuter sicherzustellen, muss mehr Wasser - 250 Liter je Hektar- eingesetzt werden. Derzeit läuft gerade die zweite von drei Spritzungen, die letzte erfolgt in der 1. Mai-Dekade.

Doch unter dem Strich gedeiht die Zuckerrübe auf der Jülicher Börde derzeit prächtig und hat, so Kremer-Schillings, mittlerweile einen Wachstumsvorsprung von zehn Tagen.
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