Zu teuer: Gehwegverbreiterung abgelehnt

Von: ojo
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Linnich. Die Situation ist in vielen Dörfern anzutreffen. Die Häuser stehen häufig so dicht an der Fahrbahn, dass für einen vernünftigen Bürgersteig kein Platz mehr bleibt.

Zwischen Bordsteinkante und Hauswand passen gerade mal zwei der üblichen Gehwegplatten. Manchmal ist selbst das nicht möglich. Da tritt man aus der Haustür auf die Fahrbahn.

Die Hauptstraße in Körrenzig ist im Bereich rechts und links von dem Haus 109 von dieser Art. Die Anwohner hatten daher den Antrag gestellt, diese schmale Gehweganlage zu verbreitern, damit man von fußgängergerechten Nutzung sprechen könne.

Der Antrag hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt dem zuständigen Fachausschuss vorgelegen. Der hatte ihn allerdings vertagt. Die technische Lösung war zwar aufgezeigt, es fehlte aber die exakte Kostenaufstellung bzw. -schätzung.

Die Verwaltung löste diese Bringschuld ein. Die technische Lösung wäre eine Verbreiterung des Gehwegs, der an der engsten Stelle nur 35 Zentimeter Breite aufweist, auf da Standardmaß von 1,60 Meter. Auf einer Länge von 40 Metern würde das eine Verengung der Fahrbahn auf eine Breite von sechs Metern bedeuten. Das wäre machbar, wenn die auf der gegenüber liegenden Straßenseite eingerichteten Stellplätze aufgegeben würden. Zudem müssten die Entwässerungseinrichtungen dem neuen Straßenverlauf angepasst werden.

Am Technischen scheiterte der Bürgerantrag allerdings nicht, wohl aber an den Kosten. 14.500 Euro hatte die Kalkulation ergeben. Die wären möglicherweise noch zu stemmen, wenn der Körrenziger Minibürgersteig ein Einzelfall wäre.

Da er das eben nicht ist, fürchtete der Bau- und Umweltausschuss, einen Präzedenzfall zu schaffen, der eine Flut an gleich gelagerten Forderungen nach sich zieht. Bei zwei Gegenstimmen wurde die Notbremse gezogen und der beantragte Bürgersteigausbau abgelehnt.

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