Zitadellenschüler inszenieren in der Stadthalle einen Hollywood-Klassiker

Von: René Blanche
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Stuhlkreis in der Nervenheilanstalt: Oberschwester Ratched (Lara Bremen, Bildmitte) hat die Station (noch) im Griff. Szenenbild aus der Aufführung von „Einer flog über das Kuckucksnest“ der Theatergruppe des Gymnasiums Zitadelle. Foto: Greta Kott

Jülich. Als 1975 das US-Amerikanische Filmdrama „Einer flog über das Kuckucksnest“ in die Kinos kam, brach eine Welle der Begeisterung los, die bis heute nicht ganz abgeebbt ist. Jack Nicholson spielt darin den, wegen Verführung einer Minderjährigen verurteilten, Randall Patrick McMurphy, der sich in eine Nervenheilanstalt einweisen lässt, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen.

Dort trifft McMurphy auf die machtbesessene Oberschwester Ratched, die ein grausames Regime führt und jeden Anflug von freiem Denken unter den Insassen mittels Medikamenten und Elektroschocks unterbindet. McMurphy hingegen lässt sich nicht unterdrücken und beginnt zu rebellieren. Jack Nicholson erhielt dafür 1976 den Oscar als bester Hauptdarsteller – eine ganz ordentliche Herausforderung also für die Theatergruppe des Gymnasiums Zitadelle, die sich anschickte, diesen preisgekrönten Hollywood-Klassiker von Milos Forman auf die Bühne der Jülicher Stadthalle zu bringen.

Den ambitionierten Jungdarstellern gelang es unter der Leitung von Magdalena Kempski nicht nur, die Atmosphäre einer psychiatrischen Heilanstalt auf die Bühne zu zaubern, nicht zuletzt dank des gelungenen Bühnenbildes. Auch wurde die ein oder andere humorvolle Seite des Stücks herausgearbeitet.

Stürmischer Szenenapplaus

Das Publikum in der fast ausverkauften Stadthalle, dankte dies ein uns andere Mal mit stürmischem Szenenapplaus.

Dennoch kam die gesellschaftskritische Botschaft des Drehbuchs von Bo Goldman und Lawrence Hauben nicht zu kurz: McMurphy, gespielt von Jannik Frenken, gelingt es zwar, die Herrschaft der kaltherzigen Oberschwester Ratched, gespielt von Lara Bremen, ins Wanken zu bringen, muss jedoch selbst am Ende mit dem Leben dafür bezahlen. Anderen Insassen, wie dem Indianerhäuptling Bromden, den inzwischen eine tiefe Freundschaft mit McMurphy verbindet, gespielt von Sebastian Plum, gelingt die glückliche Flucht aus der Irrenanstalt.

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