Zitadelle statt Schlossallee: Das Jülich-Monopoly

Von: Nicolas Isenberg
Letzte Aktualisierung:
Spielfeld, Geldscheine und Ere
Spielfeld, Geldscheine und Ereigniskarten: Lena Kiel (l.), Svenja Kiel und Lorenz Wenzl basteln für ihr „Jülopoly” alles selbst. Foto: N. Isenberg

Barmen. Die Geschwister Lorenz Wenzl, Lena Kiel und Svenja Kiel aus Barmen überkam vor ein paar Tagen die Langeweile: Das Wetter spielt diesen Sommer nicht mit, Freizeitvergnügen im Freien scheint aussichtlichtslos. Hinzu kam das von den Eltern verhängte Computer-Verbot.

Nach drei Runden Monopoly entschlossen die pfiffigen Kinder, das Spiel zu modifizieren: Sie entwickelten ein Jülich-Monopoly. Die Grundregeln des Originalspiels bleiben die selben. In ihrer selbsternannten „Werkstatt” fingen sie an, das 50 mal 50 Zentimeter große Spielbrett zu bauen. Es folgten selbstgebastelte Geldscheine. „Svenja zeichnet am besten von uns allen, Lorenz malt aus, und ich beschrifte alles”, sagt die 14-jährige Lena.

Vier Jülicher Schulen ersetzen die bekannten Monopoly-Bahnhöfe, die Stadtwerke stehen für das Elektrizitätswerk. Der Barmener See ist das billigste Feld des Spiels, während die Zitadelle die teure Schlossallee ersetzt. „Am besten aber gefällt uns das Feld Lankenstraße, denn da wohnen wir ja”, sagt Lorenz. Er ist neun Jahre alt und damit der Jüngste der Spielentwickler.

In der Jülich-Version von Monopoly wurden die bekannten Ereignis- und Gesellschaftskarten zu Hexenturm- und Zitadellenkarten. Die Inhalte der Karten haben die Geschwister dabei in etwa übernommen, sie aber auch mit regionalen Besonderheiten gespickt. Zurzeit sind die Schüler damit beschäftigt, Straßenkarten und Geldscheine zu kreieren. Sie wollen auf jeden Fall vor dem Ende der Ferien ein fertiges Spiel in den Händen halten, um es mit Eltern oder Freunden einzuweihen.

Ein großer Wunsch der drei ist es, das Spiel vielleicht sogar auf den Markt zu bringen. Dabei hoffen sie auf die Unterstützung von Jülicher Unternehmen. Einen geeigneten Namen haben sie auch schon gefunden: „Jülopoly”.
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