bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Wohnungsbaugenossenschaft greift wieder zum Spaten

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
4733886.jpg
Joseph Krott (links) und Reinhard Steiner begutachten die Pläne des Mehrfamilienhauses, das nach dem langjährigen ehemaligen Bauverein-Ausichtsratsvorsitzenden benannt wird. Foto: Jonel

Jülich. Dass die WoGe, die Jülicher Wohnungsbaugenossenschaft, zuletzt den Spaten in die Hand genommen hat, ist schon eine Weile her. Die Seniorenresidenz am Wallgraben stammt noch aus der Mitte des letzten Jahrzehnts, als die WoGe noch unter dem Namen Bauverein Jülich firmierte. Doch jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.

Das nächste Haus steht an. Auf dem Gelände des ehemaligen städtischen Jugendheims in der Münstereifeler Straße wird ein 2,6 Millionen Euro teures Mehrfamilienhaus gebaut. Wie seine Vorgänger trägt es den Namen eines bekannten Jülichers: Joseph Krott. Damit ehrt die WoGe ihren langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden, der zu Lebzeiten das nach ihm benannte „Denkmal“ entstehen sehen kann.

In einem weiteren Punkt unterscheidet sich das jüngste Projekt der Genossenschaft von den Vorgängern. „Das gesamte Objekt ist frei finanziert. Da wird der Mietpreis pro Quadratmeter ab sieben Euro aufwärts liegen“, sagt WoGe-Geschäftsführer Reinhard Steiner. der Preis ist nicht zu vergleichen mit den vier Euro pro Quadratmeter Sozialmiete. Ein Problem, die „teuren“ Wohnungen zu vermieten, erwartet Steiner dennoch nicht. Die 13 Wohneinheiten des Objekts liegen in der Größenordnung 62 bis 82 Quadratmeter. „Größere Wohnungen schon deshalb, weil die Nachfrage da ist. Vor allem bei Paaren.“ Ob Sozialwohnung oder nicht – wer sich um einen Platz im Joseph-Krott-Haus bewirbt, muss Mitglied der Genossenschaft sein.

Angeordnet sind diese Wohnungen in einem dreigeschossigen Gebäude. Das Haus wird behindertengerecht konzipiert und ist mit einem Aufzug ausgestattet. Jede Wohnung verfügt über einen Balkon. Für die Entwurfsplanung des Hauses zeichnet Architekt Professor Jörg Aldinger verantwortlich. Die Bauleitung vor Ort wird Franz-Josef Krahe übernehmen. Den Bau selbst besorgt ein Bauunternehmen aus Aachen. Das hat einen bemerkenswerten Grund. „In unmittelbarer Umgebung gab es keinen Hochbauer, der den Auftrag übernehmen wollte oder konnte“, sagt Steiner.

Noch in der Schwebe ist die Entscheidung in einer wichtigen Energiefrage. Zur Wahl steht die Wärmeversorgung über ein Blockheizkraftwerk oder der Abschluss eines Wärmecontractings mit den Stadtwerken Jülich. Dagegen steht ziemlich genau fest, wann der Spaten in den Boden sticht. Baubeginn soll im Mai sein. Nach einer Bauzeit von einem Jahr könnten im Frühjahr 2014 die Möbelwagen der neuen Mieter anrücken.

In der Theorie, erzählt Reinhard Steiner, hätte das Joseph-Krott-Haus schon deutlich früher gebaut werden sollen. Als Hemmnis erwies sich der Iktebach, der durch das Grundstück fließt. „Das hat den Bau anderthalb Jahre verzögert.“ Das Problem wurde gelöst. „Der ganze Iktebach wird verlegt und offen weitergeführt.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert