Inden - Wohncontainer für Asylbewerber geplant

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Wohncontainer für Asylbewerber geplant

Von: Antonius Wolters
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An der Merödgener Straße sollen die Wohncontainer auf der Wiese vor der Schießsportanlage aufgebaut werden. Foto: Wolters

Inden. Der Hauptausschuss war sich rasch einig, nachdem zuvor schon bei einem interfraktionellen Gespräch Konsens erzielt worden war: Zur Unterbringung von Asylbewern, Flüchtlingen und Obdachlosen mietet die Gemeinde eine Mobilwohnanlage mit zehn Schlafplätzen an, die auf einem Gemeindegrundstück an der Merödgener Straße aufgebaut wird.

Die Notlösung wird erforderlich, weil der Gemeinde für diese Personengruppe schlicht der Wohnraum ausgeht. So sind leerstehende Häuser, deren Nutzung RWE Power in den Umsiedlungsorten für diese Zwecke erlaubte, nun nicht mehr vorhanden. Auch der Immobilienmarkt ist in der Gemeinde leergefegt.

Zurzeit hat die Gemeinde Inden vier Wohnungen angemietet – drei in Inden/Altdorf, eine in Lucherberg, in denen insgesamt 19 Personen untergebracht sind. Weiterhin wurde vor einigen Jahren eine Vereinbarung mit der Stadt Linnich geschlossen, dass alle der Gemeinde zugewiesenen männlichen Asylbewerber dort aufgenommen werden, soweit Kapazitäten vorhanden sind.

Nachdem im März vier männliche Asylbewerber aufgrund vielfältiger Probleme von der Stadt Linnich zurückgenommen werden mussten, hat sich die Unterbringungssituation im Gemeindegebiet weiter verschärft. Die einzige Immobilie der Gemeinde in Frenz wurde geräumt, um dort den vier Männern Obdach zu geben. Eine fünfköpfige Familie, die bis dato dort wohnte, wurde in eine kurzfristig angemietete Wohnung umgesetzt, die jedoch vom Vermieter zum 30. Juni bereits wieder gekündigt worden ist.

Die vielfältigen Versuche der Gemeindeverwaltung, durch Anfragen bei Pfarrgemeinden, Ortsvorstehern und Maklern auf die Schnelle räumliche Alternativen zu finden, sind im Sande verlaufen. „Auf dem Häuser- und Wohnungsmarkt ist nichts adäquates zu finden“, resümmierte Bürgermeister Ulrich Schuster im Hauptausschuss.

Bei dieser Gelegenheit machte er auch klar: „Wir wollen vom dezentralen Konzept nicht abweichen.“ Somit wird die Wiese nahe der Schießsportanlage der PSS Inden/Altdorf an der Merödgener Straße mit diversen Anschlüssen für die Mobilwohnanlage präpariert, die insgesamt zehn Schlafplätze bietet, so dass für die Unterbringung der genannten Personengruppe eine kleine Reserve bestehen bleibt. Die Gesamtkosten werden mit gut 43.000 Euro beziffert, die der Gemeinderat außerplanmäßig bereitstellen muss.

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