Aldenhoven - Wohin mit den Holzabfällen?

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Wohin mit den Holzabfällen?

Von: gep
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Abfuhr von Sperrmüll: Nicht a
Abfuhr von Sperrmüll: Nicht alles wird entsorgt. Foto: imago

Aldenhoven. In der Gemeinde Aldenhoven können jetzt Fensterrahmen, Zaunpfähle, Jägerzaun-Elemente oder Gartenstühle nicht mehr über den Sperrmüll entsorgt werden. Wie die Gemeindeverwaltung mitteilt, muss Altholz für den Aussenbereich, das durch Lack, Farbe usw. wetterfest gemacht worden ist, gemäß der Altholzverordnung (AltholzV) selbst weggeschafft werden.

Es besteht etwa die Möglichkeit, solches Altholz bei der Deponie Alsdorf-Warden zu entsorgen. Dabei fällt eine Kostenpauschale von zehn Euro bis zu einem Gewicht von 100 Kilogramm an. Dabei geht es um die Kategorie IV der AltholzV.

In diese fallen etwa Fenster, Fensterstöcke, Fensterläden, Außentüren, Konstruktionshölzer für tragende Teile, Bauhölzer aus dem Außenbereich (Außenwandverkleidungen, Holzbalkone, Holzfachwerk), Bahnschwellen, Leitungsmasten, Sortimente aus dem Garten- und Landschaftsbau (Holzzaun, Rebpfähle, Palisaden, Hopfenstangen, usw.), Gartenmöbel aus Holz, Bau- und Abbruchholz mit schädlichen Verunreinigungen (Mischsortiment), Altholz aus industrieller Anwendung (z.B. Industriefußböden, Kühltürme), Altholz aus Schadensfällen (z.B. Brandholz) sowie Kabeltrommeln aus Vollholz (Herstellung vor 1989).

Weitere Informationen gibt es auf auf der Gemeinde-Homepage http://www.aldenhoven.de unter Bürgerservice sowie unter der Telefonnummer 02464/586-149.

Weiterhin mit dem Sperrmüll weggeschafft wird Altholz der Kategorie III: Altholz mit halogenorganischen Verbindungen in der Beschichtung ohne Holzschutzmittel. Unter letzteren versteht die Verordnung „bei der Be- und Verarbeitung des Holzes eingesetzte Stoffe mit biozider Wirkung gegen Holz zerstörende Insekten oder Pilze sowie Holz verfärbende Pilze, ferner Stoffe zur Herabsetzung der Entflammbarkeit von Holz”.

In der Stadt Jülich,so Abfallberaterin Ulrike Caspar, kommt Altholz dieser Kategorie in der Entsorgungspraxis „relativ selten” vor.

Zudem stelle sich die Frage, ob diese Kategorie überhaupt der kommunalen Entsorgungspflicht unterliege. Nach der Jülicher Abfallsatzung wird nach dem sogenannten Abfallarten-Positivkatalog Holz entsorgt mit Ausnahme desjenigen, „das gefährliche Stoffe enthält”. Auch Ulrike Caspar rät, sich im Zweifelsfall bei der zuständigen Gemeinde- oder Stadtverwaltung sachkundig zu machen.

Ein klassisches Beispiel für „gefährliche Stoffe” ist PCB, das in Altholz enthalten sein kann. Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind giftige und Krebs auslösende chemische Chlorverbindungen, die bis in die 1980er Jahre vor allem in Transformatoren, elektrischen Kondensatoren, in Hydraulikanlagen als Hydraulikflüssigkeit sowie als Weichmacher in Lacken, Dichtungsmassen, Isoliermitteln und als Flammschutz auf Holz- oder Holzfaserplatten wie etwa Deckenpaneelen sowie Dämm- und Schallschutzplatten verwendet wurden.

Dieses Altholz muss nach den Vorschriften der PCB/PCT-Abfallverordnung entsorgt werden.

Ein Problem sind auch Bahnschwellen, die gerne zur Abgrenzung von Gartenbeeten eingesetzt worden sind. Sie wurden früher mit teerölhaltigen Holzschutzmitteln behandelt.

Teeröle machen Holz sehr witterungsbeständig und langlebig, enthalten jedoch gefährliche Stoffe wie Phenole und Kresole, die hautreizend wirken, sowie krebserzeugend wirkende aromatische Kohlenwasserstoffe wie etwa Benzopyren, das als Bestandteil des Zigarettenrauchs Lungenkrebs hervorruft.
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