Titz - Windkraft in Titz: SPD kippt den Kompromissvorschlag

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Windkraft in Titz: SPD kippt den Kompromissvorschlag

Von: hfs.
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Auch wenn unser Foto von der Windkraftanlage in Rödingen einen idyllischen Eindruck beim Betrachter hinterlässt, der Erweiterung dieses Parks auf zehn Anlagen lehnen die Bewohner der Titzer Ortschaft strikt ab. Sie fordern eine Verkleinerung der Fläche und einen Mindestabstand der Räder von 1500 Meter zu ihren Häusern. Foto: Jagodzinska

Titz. Angesichts der Fußball-Weltmeisterschaft ist es erlaubt, auch einmal den Ausgang einer Ausschussitzung mit einem „Spielergebnis” zu bewerten. Nach der neuerlichen Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Umwelt in Titz steht es 1:0 für die Windkraftgegner aus Rödingen.

Denn der am 5. Mai zwischen CDU, SPD und Bündnis 90/Grüne geschlossene Kompromiss bezüglich der Aufstellung neuer Windräder wurde gekippt. Nach einem kurzfristig eingebrachten Antrag der SPD, der eine Verschiebung von einigen Windräder und eine „Verdichtung” der Konzentrationsfläche Rödingen vorsah.

„Wir bedauern es, dass die SPD aus dem Kompromissvorschlag ausschehrt”, meinte Friederike Fischermann (Bündnis 90/Grüne). Um sich dann jedoch nach einer langen Diskussion und zweimaliger Sitzungsunterbrechung, beantragt von CDU und W.I.R-Fraktion, auf die Seite der Sozialdemokraten zu stellen.

Was auch die W.I.R. tat. Denn die hatte schon Anfang Mai angeregt, einige Windräder im neuen Flächennutzungsplan zu verschieben, und somit nach Möglichkeiten gesucht, den von den Rödinger Windkraftgegnern geforderten Mindestabstand von 1500 Meter zur Wohnbebauung zu ermöglichen.

„Wir begrüßen es, dass nun auch die SPD unseren Antrag in großen Teilen übernommen hat. Denn dadurch ergibt sich eine viel bessere Situation für die Bevölkerung”, meinte Toni Schulz.

Dass man regenerative Energie durch Windkraft begrüßt, machte W.I.R-Vorsitzender Gregor von Contzen deutlich. „Kann die Anlage wirtschaftlich betrieben werden, wenn der Abstand vergrößert, die Anzahl der Windräder verkleiner wird?”, wollte er denn von dem anwesenden Fachanwalt aus Köln wissen.

Der konnte darauf keine klare Aussage treffen, ebenso nicht auf die Frage, ob es zulässlich sei, den geforderten Maximalabstand von 1500 Metern nur zu Wohnorten in Titz, nicht aber zu den von Nachbargemeinden einzuhalten. Hier melde er starke Bedenken an. Den daraus resultierenden Antrag der W.I.R, den Tagesordnungspunkt zur weiteren Beratung in den nächsten Bauauschuss Anfang September zu vertagen, wurde anschließend gegen die sechs Stimmen der CDU mehrheitlich angenommen.

Dem Vernehmen nach war der SPD-Antrag ein „Schnellschuss”, zuvor nicht mit dem eigenen Fraktionsvorsitzenden Johannes Vaehsen - er fehlte auch als Ausschussvorsitzender wegen eines Trauerfalls in der Familie - abgestimmt.
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