Kofferen - Wettessen am Vatertag in Kofferen

Wettessen am Vatertag in Kofferen

Von: Nicola Gottfroh
Letzte Aktualisierung:
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Souveräner Sieger des Wurstwettessens wurde Michael Häsling. Dreieinhalb der 190 Gramm schweren Fleischkolosse verspeiste er.

Kofferen. Am Vatertag ist es Tradition, dass es bereits am frühen Morgen hoch her geht. Meist mit Bollerwagen ausgerüstet, die bis zur Oberkante mit „Flüssignahrung” gefüllt sind, begeben sich die Väter der Nation und die, die es gerne eines Tages werden möchten, auf Streifzüge durch die Region.

Dabei spielten Frauen und Kinder über Jahrzehnte hinweg meist keine Rolle. Inzwischen aber hat sich der Vatertag zu einem Tag gemausert, an dem die Herren zunehmend auch gemeinsam mit Frau und Kindern ihren Ehrentag feiern möchten.

Schließlich gibt es auch genug Möglichkeiten, sich in der Region die Zeit mit der ganzen Familie zu vertreiben. Besonders beliebt sind Sportplätze, so auch der in Kofferen. Alljährlich richtet der SV Kofferen auf dem Bolzplatz des Musikantendorfes eine zünftige Feier aus, wobei das Motto in jedem Jahr variiert.

In diesem Jahr verwandelte sich der Sportplatz in eine Würstchen-Arena, in der tapfere Gladiatoren die Meisterschaft im Bockwurst-Wettessen austrugen. Nachdem sich die Besucher seit dem Vormittag Mut angetrunken hatten, traten am Nachmittag neun hartgesottene, hungrige Männer und eine mutige Dame gegeneinander zum Wurstwettessen an.

Die Aufgabe schien leicht: In zwei Minuten sollten die Kontrahenten so viele Würstchen wie möglich essen. Damit es besser flutscht, wurden die gebrühten Leckereien wahlweise mit scharfer Soße oder Senf serviert.

Zu geringes Magenvolumen

Wer den Mund schon vor dem ersten Biss in die Wurst zu voll nahm und dachte, der Wettbewerb würde eine leichte Disziplin werden, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Nicht niedliche Bockwürstchen mussten verspeist werden, sondern Fleischkolosse von 190 Gramm pro Stück.

Eine Aufgabe, an der Marco Freialdenhoven, der als erste den Kampf mit der Wurst aufnahm, bereits mangels Magenvolumens nach dem ersten Bissen scheiterte. Seine Kontrahenten schlugen sich im Wurst-Ring dann doch besser: Selbst der zierlichen Dominique Horsthemke gelang es, eine der 190-Gramm-Würste hinunterzubringen. Die meisten Herren schafften es sogar unter lauten Anfeuerungsrufen des ausgelassenen Publikums zwei der Riesen in den Magen zu bekommen.

„Nicht kauen, nur schlucken”, war der Tipp den die Zuschauer den Teilnehmern gaben. Ungeschlagener Sieger und Würstchen-König des Tages wurde allerdings Michael Häsling. Ohne Hast und mit fast stoischer Gelassenheit gelang es ihm, in nur zwei Minuten ganze dreieinhalb der Riesen-Knacker zu verspeisen.

Doch schlugen sich auch die anderen Kandidaten wacker und bereiteten den Zuschauern mit dem Spektakel großen Spaß. Den Zweiten Platz belegte Nikolai Rodrigues, Peter Böckem holte Platz drei. Natürlich gab es für die Gewinner auch einen Preis, der allerdings nicht aus einer Jahresration Riesenbockwürste bestand.
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