Linnich - Werke der Glasmalerei liegen voll im Trend

Werke der Glasmalerei liegen voll im Trend

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
Ein wenig „Schaffrath” - hi
Ein wenig „Schaffrath” - hier die Glasbilder zur Straßenfront - ist schon im Museum, aber bis zur großen Ausstellung Mitte Mai wird Museumsleiterin Dr. Myriam Wierschowski noch zwei kleinere „Juwelen” präsentieren. Foto: Jonel

Linnich. Es ist Wechselzeit im Deutschen Glasmalerei-Museum Linnich. In den Ausstellungsräumen werden Meistermänner „abgehängt”. Mehr als drei Monate lang waren die Werke des „genialen Glasmalers des 20. Jahrhunderts”, Georg Meistermann, in Linnichs guter Museumstube zu sehen. Und das wollten viele.

„Die Ausstellung hatte einen sehr hohen Besuch”, freut sich Museumsleiterin Dr. Myriam Wierschowski. „Allein im Januar kamen 680 Besucher.” Das ist viel für den Wintermonat. Nicht zuletzt aus Belgien und den Niederlanden war der Besucherzuspruch spürbar. „Es zieht wieder an”, sieht die Linnicher Kuratorin einen positiven Trend in der Szene, von dem auch das in Deutschland einzigartige Haus der Glasmalerei profitiert.

Der große Erfolg der Meistermann-Ausstellung verhilft dem Werk des 1990 verstorbenen Künstler zu einem Abschied auf Raten. Bis Mai bleibt ein Museumsraum noch mit Meistermann-Objekten bestückt. Das führt zu der seltenen Konstellation, dass das Museum gleich drei künstlerische „Porträts” unter seinem Dach beherbergt. Denn im März, genau am 11., werden zwei weitere Ausstellungen eröffnet: Eine bietet den Werken des jungen Künstlers Alexander Esters Raum.

Der 1977 geborene Esters „arbeitet mit unterschiedlichsten Materialen”. Dies wiederum führt zu einer bemerkenswerten Kombination: Esters- Werke werden zeitgleich an zwei Orten gezeigt. „Im Dürener Leopold-Hoesch-Museum werden Werke auf Leinwand gezeigt. In Linnich werden seine gläsernen Werke zu sehen sein.” Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Glasfenster, sondern auch um Skulpturen mit eingearbeiteten Bleiverglasungen. Sie wurden zum Teil eigens aus der Schweiz und aus Berlin nach Linnich beordert.

Die Eröffnungsfeier der Doppelschau erfolgt um 12 Uhr im Leopold-Hoesch-Museum. Der Brückenschlag zwischen beiden Museen wird dem Kunstfreund leicht gemacht. Ein Busshuttle pendelt jeweils zur vollen Stunde kostenlos zwischen Düren und Linnich. Die Linnicher Besucher haben dann Gelegenheit, neben dem Meistermann-Raum noch eine weitere Ausstellung ins Auge zu fassen. Erstmals zeigt das Glasmalerei-Museum seine „Schenkung Hermann Gottfried”. Gottfried war vor acht Jahren schon einmal zu Gast in Linnich. Unter dem Titel „Andere Welten” waren da seine zum Teil großformatigen Werke gezeigt.

Vor drei Jahren, erzählt Myriam Wierschowski, habe sich Gottfried in ein Seniorenheim begeben und begonnen, seinen Nachlass zu regeln. „Wir sind ebenfalls großzügig bedacht worden.” Sechs Werke sind es, die das Museum in der Ausstellung um Entwürfe ergänzt, die es bereits besitzt. Während die Esters-Ausstellung mit der Eröffnung um 12 Uhr in Düren auch im Glasmalerei-Museum „freigegeben” wird, erhält die Gottfried-Schenkung ihre Eröffnung ab 16 Uhr mit Musik vom „Rainbow-Jazz”-Trio.



Die beiden Schauen sind das Vorspiel zur Schaffrath-Ausstellung.„Das wird das Ereignis des Jahres!” schwärmt Wierschowski. Vom 19. Mai bis 28. Oktober wird der Alsdorfer Künstler von Weltruf das Museum beherrschen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert