Wenn der Kenner zum „Trevini” greift

Von: hfs.
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Sind seit Beginn der Jülicher Wein-Sommer dabei: Volker Schäfer als Winzer aus dem pfälzischen Mettenheim und das Kirchberger Ehepaar Gisela und Johann Ernst (v.l.) als Kenner und Liebhaber des genussvollen Getränks. Foto: hfs.

Jülich. Dass das Weinfest in Jülich mittlerweile Tradition hat und im Veranstaltungskalender etabliert ist, erlebten die Winzer aus Rheinland-Pfalz bei der zehnten Neuauflage. Trotz Regengüssen und kühler Witterung strömten die Jülich in Scharen zum Schlossplatz und sorgten dafür, dass alle Beschicker von einer erfolgreichen Veranstaltung sprachen.

„Die Jülicher sind regenresistent, die kommen immer”, so Mathias Peter, Winzer aus Wachenheim in der Pfalz. „Es war ein sehr gutes Weinfest”, sagt er, „und daes seit der Eröffnung.”

Musste die Prominenz mit Bürgermeister Heinrich Stommel und Weinkönigin Patricia Frank nach dem ersten offiziellen Schluck beim Rundgang noch unter dem Regenschirm die eine oder andere Köstlickeit probieren, saßen die Besucher schon unter den Standschirmen der Beschicker.

Dass der Samstagabend zu den Höhepunkten des Weinfestes zählt, erlebten die Gäste erneut. Hunderte drängten sich um die Stände, Plätze gab es schon am frühen Abend nicht mehr. Stammgäste hatten vorgesorgt und eigene Sitzgelegenheiten von zu Hause mitgebracht.

Nicht nur bei Mathias Peter gingen an diesem Abend die Gläser aus. Auch bei Volker Schäfer wurde es diesbezüglich eng. „Es geht nichts mehr”, meinte der 39-Jährige zur frühen Stunde, ließ Mitarbeiter die Runde machen, um Gläser zu ordern. Die „standen” während der gesamten vier Tage auf „Trevini”, einem leichten Sommerwein, den der Weinbauer vor vier Jahren aus Kanzlerrebe, Riesling und Kerner kreierte.

„Mein Bruder hat sich diesen Namen ausgedacht, aus dem italienischen tre und vino, den drei Weinen.” Dass die Spritzigkeit des Rieslings und die Fülle des Kerner hervorragend ankamen, konnte Schäfer am Sonntagabend feststellen. „Ausverkauft, tut mir leid”, meinte er zu einer jungen Dame, die noch gerne zwei Flaschen mit auf die Heimfahrt nehmen wollte.

Der Trevini für das kommende Weinfest, dem 11. Event, den wird Winzer Schäfer im August auf seinem zehn Hektar großen Weingut in Mettenheim aus dem Jahrgang 2008 abfüllen. „Natürlich bin ich auch 2010 wieder in Jülich”, sagt er, schließlich ist er seit Beginn an dabei. Und hat viele Kunden aus der hiesigen Region gewonnen.

Wie zum Beispiel Johann und Gisela Ernst aus Kirchberg. „Das Weinfest hat Atmosphäre”, schwärmen die beiden Weinkenner, erinnern sich noch an die Anfangszeiten. „Die waren schleppend, aber wie man sieht, haben die Jülicher dieses Fest angenommen.” Was Schäfer bestätigt. „Jülich gehört für mich und die Kollegen zu der schönsten Veranstaltungen im ganzen Jahr. Nicht nur das Ambiente auf dem Schlossplatz gefällt, sondern auch das Publikum.

So stellten alle Winzer wiederum fest, dass sich viele junge Leute mittlerweile in der Weinszene etabliert sehen. „Wir haben noch auf keinem Weinfest solch ein junges Publikum erlebt.” Winzer Klaus Langenwaller war mit dem Weintross aus Rheinland-Pfalz zum ersten Mal in der Herzogstadt dabei. „Es hat uns großartig gefallen, wir sind sehr zufrieden.” Dabei musste er nach jedem Regenguss zum Besen greifen. Denn direkt vor seinem Stand bildete sich dann in der Asphaltdecke eine Riesenpfütze. „Dieses kleine Übel ist im nächsten Jahr sicherlich behoben”, meint der Pfälzer.
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