Jülich - Weihnachtskistenaktion bei der Jülicher Tafel

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Weihnachtskistenaktion bei der Jülicher Tafel

Von: Simone Dolfus
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Brigitte Zimmermann, Ellen Grobusch und Maria Güldenberg (v.l.) präsentieren im Ladenlokal der Jülicher Tafel drei Weihnachtskisten, die sie beispielhaft gepackt haben. Foto: Dolfus

Jülich. Nikoläuse, Rentiere, Tannenbäume, Festbeleuchtung: In Schaufenstern, Ladenlokalen, auf Straßen und Plätzen weihnachtet es bereits sehr. Geschäftig hetzen die Menschen durch die Straßen, immer auf der Suche nach Geschenken oder Zutaten für das Festessen.

Für manchen wird die knusprige Weihnachtsgans ein Wunschtraum bleiben, denn viele Mitbürger können sich ein solches Festmahl am Heiligen Abend nicht leisten. Um jenen in unserer Mitte, denen es wirtschaftlich nicht so gut geht, trotzdem ein schönes Weihnachtsfest zu bescheren, organisiert die Jülicher Tafel seit sieben Jahren die „Weihnachtspakete“-Aktion. „Wir sind ganz glücklich, dass wir das jedes Jahr im KuBa machen können“, freut sich Ellen Grobusch, die sich lächelnd an den festlich geschmückten Saal, der sich nach und nach mit Weihnachtskisten füllt, erinnert.

Außerdem bietet der Kulturbahnhof den perfekten Standort für alle, die mit Bus und Bahn anreisen müssen. Und natürlich denkt Ellen Grobusch, die die Spendenaktion zu Weihnachten koordiniert, an die leuchtenden Augen der Tafel-Kunden, wenn sie ihr Paket voller Leckereien mit nach Hause nehmen. Jeder mit gültiger Tafel-Kundenkarte, der zudem einen entsprechenden Bon erhalten hat, bekommt ein Päckchen. „Wir haben sehr viele Neuanmeldungen in diesem Jahr“, berichtet Kassiererin Maria Güldenberg. Es gebe sehr viele neue Asylbewerber, zum Beispiel aus Syrien, Eritrea oder Äthiopien. Auch diese Menschen sollen beschenkt werden, aber das gestaltet sich ein bisschen schwierig. „Sie essen nicht alles.“ Vor allem Wurst und Käse sind für diese Menschen unbekannte Lebensmittel.

Aktuell hat die Jülicher Tafel einen Kundenstamm von rund 500 Personen, wobei sich nicht alle einen Weihnachtskistenbon abgeholt haben. „Im letzten Jahr hatten wir 320 Kisten“, erinnert sich Maria Güldenberg. Die ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeiter hoffen darauf, diese Zahl auch in diesem Jahr erreichen zu können. Doch das wird immer schwieriger. „Es gibt so viele Weihnachtsaktionen mittlerweile“, so Güldenberg. Da wüssten die Menschen nicht, wem sie spenden sollen. Denn alle Weihnachtskisten werden von Bürgern oder Vereinen selbst zusammengestellt und gespendet. Diese können alles enthalten für ein leckeres Weihnachtsessen, Weihnachtsüßigkeiten, eine Flasche Wein, ein Gutschein für Bäcker oder Metzger oder ein kleines Spielzeug für Kinder.

Grundsätzlich sollten Spender folgende Vorgaben einhalten: keine abgelaufenen oder beschädigten Lebensmittel, keine Frischwaren aus dem Kühlregal (Wurst, Käse etc.), keine schnell verderderblichen Produkte (Obst, Gemüse), keine Spirituosen, keine verschmutzten Spielsachen. Schön wäre es, wenn das Paket nett gestaltet wird (Weihnachtspapier), einen persönlichen Gruß enthält und die Angabe, für wie viele Personen das Präsent gedacht ist. Der Abgabetermin ist am Mittwoch, 17. Dezember, zwischen 9 und 18 Uhr, im Kulturbahnhof. Die Ausgabe an Bedürftige erfolgt am selben Ort am Donnerstag, 18. Dezember, ebenfalls von 9 bis 18 Uhr. Die Bonfarbe entscheidet, wer vormittags (rosa Bon) oder nachmittags (blauer Bon) abholen darf.

Die Tafel nimmt zweckgebunden für die Weihnachtskisten auch Geldspenden an: Konto-Nr. 1200 161 527, Sparkasse Düren, BLZ: 395 501 10 oder Konto-Nr. 189 358 000, Commerzbank, BLZ: 370 800 40. Bei einigen Spendern wissen Ellen Grobusch, Maria Güldenberg und Schriftführerin Brigitte Zimmermann schon jetzt, dass sie wieder auf sie zählen können. „Die Feuerwehr Rurdorf sammelt jedes Jahr: Sie fahren mit Blaulicht am KuBa vor“, sagt Ellen Grobusch. Aber auch der Heimatverein Lich-Steinstraß oder diesmal die Junge Union wollen mitmachen. „Da krieg ich immer eine Gänsehaut, wenn ich sehe, dass es doch noch so gute Seelen gibt“, sagt Grobusch. Und Maria Güldenberg ergänzt: „Es steckt wirklich viel Herzblut in den Kisten.“

Aus gegebenem Anlass weist die Jülicher Tafel darauf hin, dass sie Bedürftige aus den Kommunen Jülich, Linnich, Niederzier, Titz und teilweise Inden (Schophoven) bedient. Aufgrund einer Privatinitiative in Linnich, die zu Gunsten dortiger Asylbewerber ebenfalls Weihnachtskisten sammelt, kam es aktuell zu einigen Irritationen.

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