Linnich - Weihnachtskisten für Linnichs Asyslbewerber

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Weihnachtskisten für Linnichs Asyslbewerber

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Mit einem Paket zu Weihnachten Freude schenken: Beim Inhalt der „Weihnachtskiste“ sind nur einige wenige Regeln zu beachten. Foto: imago/Sibille Müller

Linnich. In einer der letzten Ausschusssitzungen für Kultur, Sport, Generationen und Soziales referierte Stefan Helm, Mitarbeiter der Stadt im Linnich, über die Unterbringung und Betreuung der Asylbewerber.

Er stellte anschaulich dar, mit welchen Schwierigkeiten jeder Einzelne zu kämpfen hat, egal ob der Asyl begehrende Mensch oder die Mitarbeiter der Stadt Linnich, die häufig relativ kurzfristig neue Asylbewerber zugewiesen bekommen. Dabei ist ein Dach über dem Kopf und die Erstversorgung sicher zu stellen wohl eher das kleinere Problem.

Bereits nach dieser Sitzung, über die mit einem großen Artikel in der Jülicher Zeitung berichtet wurde, kam es zu einer so großen Woge der Hilfsbereitschaft in der Linnicher Bevölkerung, welche Sachgüter spenden wollte, so dass Stefan Helm irgendwann keine Spenden mehr entgegen nehmen konnte.

„Nun haben mich die Schilderungen von Herrn Helm persönlich sehr betroffen gemacht und ich überlegte mir, wie man wohl die Linnicher Bevölkerung dazu aufrufen könnte, ihre übergroße Hilfsbereitschaft zu zeigen und noch einmal, diesmal jedoch für Weihnachten, zu spenden“, erklärt Michaela Körffer, Initiatorin der Aktion „Linnicher Weihnachtskiste“. Sie hatte die Idee, mit Gleichgesinnten bei Stefan Helm vorzusprechen, um die „Konditionen, unter denen so ein Weihnachtskisten/Spendenaufruf stattfinden kann, abzuklären“.

Das Ergebnis des Gesprächs, an dem auch Sabine Deubgen und Patrick L. Schunn teilnahmen, ist der Aufruf an die Linnicher Bürgerinnen und Bürger, den Asyl begehrenden Menschen zu Weihnachten eine Freude zu bereiten und damit gleichzeitig ihre Verbundenheit mit diesen Menschen zum Ausdruck zu bringen. Es werden für mindestens 65 Asyl begehrende Menschen Weihnachtskisten benötigt.

„Wer eine solche Weihnachtskiste packen will, spende bitte auf keinen Fall leicht verderbliche Lebensmittel, schweinefleischhaltige Konserven, Tabakwaren, Kerzen oder Alkohol. Diese können“, so Michaela Körffer, „aufgrund der Hausordnung bzw. aus religiösen Gründen nicht verteilt werden.“

Sehr willkommen hingegen sind als kleine Weihnachtskisten gepackt: Hygieneartikel wie Zahnbürsten, Zahnpasta, Shampoo, Duschgel, Haargel, Bodylotion. Lebensmittel wie Pfefferminztee, schwarzer Tee, Zucker, Mehl, Salz, Reis, Nudeln, Haferflocken, Konfitüre, Honig, Obstkonserven, Nüsse, Studentenfutter, Schokolade, Kekse, Säfte, Kulturmittel wie Schreibblöcke, Kugelschreiber, Eintrittskarten für das Linnicher Schwimmbad oder Bekleidung wie Socken, Schals, Mützen oder Handschuhe.“ Die Artikel sollten nicht einzeln verpackt werden. „Es ist völlig ausreichend, wenn die Kiste mit weihnachtlichem Geschenkpapier zu bekleben.“

Wer keine Zeit hat eine Weihnachtskiste zu packen oder sich unsicher ist, was tatsächlich hinein gepackt werden soll, kann auch eine Bargeld-Spende leisten. „Denn sollten die 65 benötigten Weihnachtskisten nicht zusammen kommen, werden wir Organisatoren von diesem Geld das Benötigte hinzukaufen.“

„Für die Sachspenden ist es uns leider nicht möglich eine Spendenquittung auszustellen. Wir versprechen aber, dass wir dafür Sorge tragen, dass die Spenden dort ankommen, wofür sie bestimmt sind. Alle eingehenden Weihnachtskisten werden von uns so verteilt, dass jeder ein möglichst gleichwertiges Geschenk erhält“, so Michaela Körffer.

Sollten mehr Geld- oder Sachspenden eingehen, als für die Weihnachtskisten der Asyl begehrenden Menschen benötigt wird, werden diese seitens der Stadtverwaltung Linnich an bedürftige Bürger im Linnicher Stadtgebiet weitergegeben.

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