Weihnachtsaktion: Für jeden ein Päckchen mit Liebe gepackt

Von: Daniela Martinak
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Joel ist mit seiner Mutter Heidi ins KuBa gekommen, um sich ein Päckchen auszusuchen. Ein Spielzeug für ihn und seine beiden Geschwister gibt es auch noch. Foto: Daniela Martinak

Jülich. Die Schlange vor dem Jülicher KuBa ist ellenlang. Über 50 Menschen stehen dort und halten den kleinen Zettel in ihren Händen ganz fest. Heidi Schmitz und ihr kleiner Sohn Joel sind inzwischen schon ein ganzes Stück nach vorne gerückt, gleich sind sie an der Reihe.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter lassen immer zehn Personen in den großen Saal voller Geschenke – „damit es kein Chaos gibt“. Dort warten Päckchen, die von Jülichern für Menschen gepackt worden sind, die auf Hilfe angewiesen sind.

„Wir sind noch nicht lange Kunden der Tafel“, beginnt Heidi Schmitz aus Linnich zu erzählen, „mein Mann hat leider nur einen Mini-Job und wir haben nun einmal drei Kinder. Die Tafel hilft uns, auch am Ende des Monats noch genügend zu haben.“ Am Eingang zeigt sie den Mitarbeitern der Jülicher Tafel ihren Abholschein und wird danach zu einem Tisch geführt, der mit dem Zettel „Für fünf Personen“ versehen ist.

Edelgard Heidelberg, die zweite Vorsitzende der Tafel, ist überwältigt. Für sie ist es die zweite Weihnachtspaketaktion die sie mitorganisiert, zu der die Jülicher Tafel, unsere Zeitung und der WDR aufgerufen haben. „Ich bin gerührt, wenn ich sehe, wie sehr sich die Jülicher engagieren und wie nett sie die Kisten gepackt haben“, sagt sie. Und schon führt sie die nächste Familie zum Gabentisch und lässt sie ein Päckchen aussuchen.

Heidi und Joel haben inzwischen eine Kiste gefunden. Während andere darauf achten, dass Kaffee, Nudeln, Schokolade und Brot drin sind, hat sich die Familie Schmitz für ein Überraschungspaket entscheiden: „Hauptsache für die Kinder ist etwas dabei.“ Plötzlich bekommt der kleine Junge ganz große Augen. In einer Ecke der Halle hat Gabi Schiffer einen Spielzeugtisch aufgebaut, „für die Kinder, die mitkommen“. Und auch Joel darf sich ein Spielzeug für sich und seine beiden Geschwister aussuchen. Dazu gibt es noch ein kleines Säckchen mit Süßigkeiten, die ebenfalls gespendet worden sind.

„Jede der über 300 Bedarfsgemeinschaften bekommt eine Kiste“, verspricht Heidelberg und stellt eine neue Kiste mit Orangen, Mandarinen und Äpfeln an die Anmeldung. Auch aus diesen dürfen sich die Tafelkunden bedienen und Kaffee, Kakao und Plätzchen gibt es auch reichlich.

„Ich danke diesen Menschen. Ohne die Tafel könnten wir nicht überleben. Diese Aktion zeigt uns, dass wir auch in schwierigen Situationen nicht allein gelassen werden – und Weihnachten ohne Geld ist doppelt so schwer zu ertragen“, sagt Maria aus Jülich.

Für Heidi und Joel geht es nach einem Kakao wieder nach Hause. Dort werden sie mit den anderen Familienmitgliedern die Kiste auspacken. Sie freuen sich jetzt schon auf das Fest „mit weniger Sorgen“.

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