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Was zu tun ist, wenn radioaktive Stoffe freigesetzt werden

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Jülich. Post aus dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) flattert in diesen Tagen rund 15.000 Haushalten im Stadtgebiet Jülich in die Briefkästen. Inhalt ist ein Faltblatt, das erneut über Notfallschutzpläne beim Kreis Düren informiert.

„Zu dieser Aktion besteht kein aktueller Anlass”, beugt das FZJ möglichen Spekulationen vor.

Das Vorgehen sei reine Routine und mit den zuständigen Behörden, dem Kreis Düren und dem NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr abgestimmt. So sei die wiederkehrende Information der Anrainer laut Strahlenschutzverordnung vorgeschrieben. Erstmals ist ein Infoblatt 1998 erschienen, das jüngste wurde 2003 verteilt

Vorsorgemaßnahmen verringert

„In der Vergangenheit war es unser Forschungsreaktor Dido, der Gegenstand besonderer Vorsorge war”, erläutert der Vorstand des FZJ in seinem Vorwort. „Er wurde im Jahr 2006 endgültig abgeschaltet, und die Brennelemente sind inzwischen nicht mehr in Jülich. Deshalb konnten die bisherigen Vorsorgemaßnahmen deutlich verringert werden.”

Ganz kann die Großforschungseinrichtung indes auch in Zukunft nicht auf einen so genannten Schutzplan für radiologische Notstandsituationen verzichten, denn auch in anderen Instituten des FZJ wird mit radioaktiven Stoffen gearbeitet.

Zum Beispiel in der Hirnforschung, wo sie wichtige Erkenntnisse über die Funktionen des menschlichen Gehirns vermitteln, oder in der Umweltforschung, wo sie helfen, Pflanzenschutzmittel zu optimieren - ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Nicht zuletzt sind es die radioaktiven Abfälle aus der Vergangenheit, die sicher aufbewahrt werden müssen.

„In allen Anlagen und Einrichtungen, in denen sich radioaktive Stoffe befinden, sorgen zahlreiche Maßnahmen dafür, dass diese Stoffe sicher von der Umwelt abgeschlossen sind”, so der Vorstand.

Sicherheit geht vor

„Damit dies so bleibt, prüfen wir bei unseren Anlagen ständig alle Sicherheitsvorkehrungen und passen sie aktuellen technischen Verbesserungen sowie den weiterentwickelten Vorschriften an. Damit sind Ereignisse, bei denen große Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt werden, sehr unwahrscheinlich”, heißt es weiter.

Vorsorge fragt aber nicht, wie wahrscheinlich ein Unfall ist, sondern was zu tun ist, wenn er doch geschieht. Deshalb wurde schon vor mehr als 30 Jahren mit der zuständigen Behörde, dem Kreis Düren, ein Notfallschutzschutzplan entwickelt, der ein Bündel von Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung enthält. In der Informationsschrift wurden die Maßnahmen für die unmittelbaren Nachbarn des FZJ zusammengefasst.
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