Warten auf den weißen Rauch zur Gesamtschule

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Aldenhoven/Linnich. Noch stieg am Donnerstag schwarzer Rauch aus dem Gebäude der Bezirksregierung in Köln. Eine Entscheidung zur Gesamtschule Aldenhoven/Linnich liege noch nicht vor, beschied der Pressesprecher die Anfrage und gab sich auch auf die Nachfrage, wann denn damit zu rechnen sei, sehr zurückhaltend.

Es sei das Bestreben der Bezirksregierung, eine absolut wasserdichte, sprich gerichtsfeste, Entscheidung zu formulieren. Deswegen beanspruche die Prüfung von Antrag und Eingaben dagegen in diesem Falle vielleicht etwas mehr Aufwand und Zeit, als in vergleichbaren Verfahren.

Allerdings mehrten sich am Donnerstag die Signale, dass der Rauch sich allmählich grau Richtung Weiß färbt. Hinter vorgehaltener Hand wurde von einem für die beiden Antragsteller positiven Bescheid gemunkelt. Es sei eben nur noch eine Frage der Formulierung.  


Das macht Sinn, denn die Gesamtschule Aldenhoven/Linnich stellt auch für die schulerfahrene Bezirksregierung eine Besonderheit dar. Art und Heftigkeit der Diskussion im Umfeld sprengen offensichtlich den Rahmen des Üblichen.


Ein Eindruck, der sich auch  Johannes-W. Stollenwerk aufdrängt. Der Schulleiter der Anne-Frank-Gesamtschule Mariaweiler hat die Aufgabe übernommen,  der Gründung der Gesamtschule Aldenhoven/Linnich den Weg zu ebnen. Das muss er derzeit noch mit angezogener Handbremse angehen. So lange die Genehmigung der Bezirksregierung aussteht, jedenfalls.


Immerhin wird er in der kommenden Woche zwei Mal gefordert sein. Die beiden Antragsteller, die Gemeinde Aldenhoven und die Stadt Linnich, haben die Eltern von insgesamt 240 Viertklässlern aus dem Stadt- und den Gemeindegebiet zu zwei Informationsveranstaltungen eingeladen: am Dienstag, 22. Januar, in  der Aula der Hauptschue Aldenhoven und am Mittwoch, 23. Januar, im PZ der Hauptschule Linnich. „Meine Aufgabe besteht darin, grundsätzlich über die Schulform Gesamtschule zu berichten“, beschreibt Stollenwerk seinen Part. Begleitet wird er von Pädagogen aus den jeweiligen Orten, die einen Wechsel von Haupt- oder Realschule an die Gesamtschule in Erwägung ziehen.


Stollenwerk stünde ebenfalls unterstützend bereit, den Prozess der Gesamtschuleinrichtung und das Gründungskollegium zu begleiten. Als kommender Schulleiter käme er nicht in Frage. „Ich stehe zwei Jahre vor der Pensionierung!“ Aus seiner Erfahrung aber würde mit der Genehmigung unmittelbar die Ausschreibung der Schulleiterstelle erfolgen. Man achte also auf die Rauchzeichen.

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