Baesweiler/Aldenhoven - Warten auf das Ergebnis der Euregiobahn-Studie

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Warten auf das Ergebnis der Euregiobahn-Studie

Von: Stefan Klassen
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Ortstermin mit Modellbahn: Min
Ortstermin mit Modellbahn: Minister Harry K. Voigtsberger (Mitte) sah sich in Siersdorf zusammen mit Genossen aus Baesweiler und Aldenhoven die von der SPD bevorzugte Trassenvariante an. Rechts SPD-Landtagskandidat Peter Münstermann. Foto: Klassen

Baesweiler/Aldenhoven. Profitieren von der Renaissance des Schienenverkehrs in der Zukunft auch die Menschen in Baesweiler, Setterich und Siersdorf? Derzeit erstellen Experten eine Machbarkeitsstudie, ob die Anbindung dieser Orte an das Netz der Euregiobahn verkehrstechnisch und wirtschaftlich Sinn macht.

Und sie überprüfen mehrere zur Diskussion stehende Trassenvarianten: etwa einen Verlauf aus Richtung Merkstein gen Carl-Alexander-Park in Baesweiler oder von Alsdorf über Kellersberg-Mariagrube, Industriepark, Siersdorf und Baesweiler bis nach Setterich.

Letztere Streckenführung - die Bahnanlagen sind aus früherer Zeit noch teils vorhanden - stellten die Baesweiler und Aldenhovener Sozialdemokraten nun Landesverkehrsminister Harry K. Voigtsberger vor. Vor Ort an der alten Gleistrasse in Siersdorf sowie mittels einer Kinder-Holzspielzeug-Bahn.

Dabei verwiesen sowohl MdL Eva-Maria Voigt-Küppers als auch Peter Münstermann (Aldenhoven), SPD-Kandidaten für die Landtagswahl am 13. Mai, auf die große Bedeutung, die eine Anbindung an das Bahnnetz habe. „Rund 35.000 Einwohner würden mit dieser Trassenführung erreicht”, präzisierte Voigt-Küppers. Die Stadt Baesweiler sei bislang aufgrund ihrer geografischen Lage im nördlichsten Zipfel der Städteregion Aachen nicht optimal angebunden, was den Öffentlichen Personennahverkehr betreffe. Es gelte, Abhilfe zu schaffen. Und die Aldenhovener Genossen betonten, dass unter anderem der Industriepark Emil Mayrisch von einem Euregiobahn-Anschluss profitieren könnte.

Verkehrsminister Voigtsberger rühmte zwar beim Ortstermin die Euregiobahn als „ein Erfolgsmodell”. Es gelte aber, das Ergebnis der Machbarkeitsstudie, die Ende Mai fertig sein soll, abzuwarten. Klar sei: „Es ist der richtige Ansatz, sich mit dem Thema zu beschäftigen.”

Jedoch müsse sich eine Anbindung Baesweilers und Siersdorfs ohne Wenn und Aber rechnen. Falls dies in der Studie prognostiziert werde, müssten zuerst die beteiligten Kommunen und die in Frage kommenden Verkehrsunternehmen eingebunden werden. „Das sind Prozesse, die ihre Zeit brauchen, weil da viele mitgenommen werden müssen”, konstatierte der Minister. Zudem sei bei einem solchen Verfahren erfahrungsgemäß „jede Menge Überzeugungsarbeit zu leisten” und man benötige „einen langen Atem”.

Voigtsberger mahnte, „die Machbarkeitsstudie sehr ernst zu nehmen. Entscheidend ist, ob es sich um einen Subventionsfall handeln würde oder um etwas, das sich wirtschaftlich trägt.”

Was den einst im Dürener Nordkreis heiß diskutierten Lückenschluss zwischen dem Endpunkt der Rurtalbahn in Linnich und der Strecke Aachen-Mönchengladbach betrifft, musste der Minister passen. Darüber, so Voigtsberger, sei er nicht informiert.
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