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Warnung vor einer offenen Schulfrage

Von: ojo
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Linnich. Die neue Runde, die Schullandschaft in Linnich zu bestellen, ist eingeläutet. Nach Vorstellung des Schulausschusses führt kein Weg an einem zweiten Anlauf zur Gesamtschule vorbei.

Olaf Staecker, Leiter der Linnicher Realschule und vielen Grundschuleltern seit den Informationsveranstaltungen ein Begriff, in denen er die Konzeption der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich vorstellte, mahnte in einem Schreiben an den Schulausschuss „eine eindeutige Position aller Parteien unabhängig vom eingeschlagenen Weg“ an. Nur so könne der Schülerstrom in die Nachbargemeinden gestoppt werden.

Staecker schildert in seinem Brief „die große Verunsicherung der Eltern“, die er in Gesprächen im Zuge des Anmeldeverfahrens zur Gesamtschule verspürt habe. Letztlich habe diese Verunsicherung dazu geführt, „dass die Zahlen für die Gründung der Gesamtschule nicht ausreichen“. Und: „Die bestehenden Linnicher Schulen (Realschule und Hauptschule), die über Jahre gute pädagogische Arbeit geleistet haben, sind nun ebenfalls in der Existenz bedroht. Die meisten Schülerinnen und Schüler sind bereits während des Anmeldeverfahrens zu anderen Schulen abgewandert.“

Auch von den 48 Linnicher Anmeldungen zu Gesamtschule hätten einige Eltern ihre „Anmeldescheine zurückgefordert, um an der Sekundarschule Jülich anzumelden“. Er hoffe zwar, dass dennoch zwei Eingangsklasse an der Linnicher Realschule gebildet werden. „Im Kollegium bestehen erhebliche Ängste, dass der Schulstandort gefährdet ist.“

Staecker zieht Parallelen zum letzten Schuljahr. Auch da habe die Sekundarschuldiskussion zu großer Verunsicherung geführt. „Von circa 120 Linnicher Grundschuleltern meldeten nur noch 30 Eltern ihre Kinder and der Realschule an. Weitere 30 Kinder aus den Linnicher Randbezirken entschieden sich ganz bewusst für Linnich.“ Es sei „die entscheidende Frage und unser aller Interesse, wie der Schulstandort Linnich dauerhaft erhalten werden kann, um einen Großteil der Linnicher Kinder, aber auch der Kinder aus vielen Linnicher Randbezirken zu beschulen.“

Es müsse „vor allem im nächsten Schuljahr ganz klar sein, welche Schulform die Linnicher Eltern der derzeitigen Grundschulkinder denn nun wünschen. Geklärt werden muss, warum die Eltern vor einer Anmeldung an der Gesamtschule zurückgeschreckt sind, obwohl sich das Meinungsbild zuvor anders darstellte. Ein weiteres Scheitern der Schulentwicklungsfrage wird auch meine Realschule nicht verkraften.“ Der Rektor plädiert für eine ergebnisoffene Betrachtung aller Schulmodelle. Dabei könne auch „eine Ganztagsbeschulung in Linnich ... eventuell die ortsansässige Realschule konkurrenzfähig machen“.

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