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Wahl des Seniorenrates: Aufgeschoben oder aufgehoben?

Von: ojo
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Linnich. Die Bildung eines Seniorenrates in Linnich hat einen Rückschlag erlitten. Der Ausschuss für Familie, Jugend, Senioren und Sotziales legt dem Stadtrat zur Sitzung am 15. Dezember nahe, die Wahl eines Seniorenrates in das nächste Haushaltsjahr zu schieben.

Gleichzeitig soll die Arbeitsgruppe zur Bildung eines Seniorenrates beauftragt und finanziell so ausgestattet werden, dass sie weiterhin die Werbetrommel für ihr Ziel rühren und Projekte umsetzen kann.

Der Aufschub ist die eher ernüchternde Konsequenz aus dem schleppenden Verlauf der bisherigen Bemühungen, der älteren Generation eine Möglichkeit zu eröffnen, aktiv Einfluss auf die städtische Politik zu nehmen.

Doch über sehr gut besuchte Informationsveranstaltungen und Werbung bei den gut besuchten Frühstückstreffs in Linnich und Körrenzig hat sich kein messbar gesteigertes Interesse an der „kommunalpolitischen Arbeit” ableiten lassen.

Die geringe Resonanz von außen nagt offenbar auch an der Zuversicht des wackeren Häufleins, dass sich bisher um die Bildung eines Seniorenrates bemühte.

Fast resignierend fällt die Bilanz aus, die die Arbeitsgruppe Mitte November gezogen hatte: Drastisch nachlassendes Interesse an einem Seniorenrat, zu viele Konkurrenzvereine, in die sich Senioren einbringen, keine Identifikation der Ortschaften mit Veranstaltungen in Linnich, mangelnder Informtionsfluss wie im Falle des Fahrgastbeirates, der auf Kreisebene gegründet worden sei, was aber weder bei der Linnicher Verwaltung noch der Bevölkerung angekommen sei.

Kaum weniger erfreulich fiel die Bewertung von Dietmar Erwin aus, der der Arbeitsgruppe angehörte. Er hielt nichts von einer Verschiebung der Wahl eines Seniorenbeirates.

Wie Erwin erklärte, fehle der Arbeitgruppe zum einen die Legitimation so weiterzumachen wie bisher. Und zum anderen wäre das Signal, dass durch die Verschiebung ausgestrahlt würde, eher kontraproduktiv.

Eine weitere Verzögerung in dem ohnehin zu lange andauernden Prozess der Seniorenrat-Bildung verschrecke möglicherweise noch die letzten Wackeren.

Und schließlich sei nicht erkennbar, dass sich an der fehlenden Resonanz bei den Ortsvorstehern und der Politik durch eine zeitliche Verschiebung etwas ändern solle.

Diese Meinung eines Einzelnen änderte die Beschlussempfehlung an den Rat nicht.

Die offenbar durchaus komplizierte Operation Seniorenrat soll aufgeschoben werden. Bis zur Aufhebung?
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