Jülich - Vortrag über Füße, Beine und den ganzen Rest

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Vortrag über Füße, Beine und den ganzen Rest

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„Laufen ist gesund!?” diesem
„Laufen ist gesund!?” diesem Thema widmete sich Andreas Nelles bei seinem Vortrag. Foto: Kròl

Jülich. Er weiß, wovon er spricht, wenn er hinter „Laufen ist gesund” auch ein Fragezeichen setzt. Als Betreuer der Lang- und Mittelstreckenläufer der Leichtathletik-Nationalmannschaft wird Physiotherapeut Andreas Nelles beständig mit Problemen konfrontiert, die durch das Laufen hervorgerufen werden.

Auch in seinem Berufsalltag als Physiotherapeutischer Heilpraktiker von Physioness am Jülicher Krankenhaus begegnen ihm diese Dinge ständig. Es sind dabei nicht immer die großen Verletzungen, die Schmerzen und motorische Beeinträchtigungen hervorrufen. Wie so oft im Leben sind es Kleinigkeiten, die sich wie ein Fächer auftun und das gesamte Knochengerüst und die Muskeln in Mitleidenschaft ziehen. „Deshalb muss man immer genau hinschauen und das Ganze im Auge behalten”, erklärte er bei seinem Vortrag zum Thema „Laufen ist gesund!?” in der Schlosskapelle der Zitadelle.

Zahlreiche Zuhörer waren gekommen um Neues über ihren Bewegungsapparat zu erfahren. Detailliert ging der Physiotherapeut die Sache an und rollte das Feld praktisch von unten, angefangen bei den Füßen, auf. Von den Füßen, die die Hauptlast des Körpers tragen müssen, ihren Knochen, Gelenken, Bändern und Muskeln ging es zu den Knien, den Hüften über die Lendenwirbel zu den Brustwirbeln bis in die Halswirbel. „Dies hängt eben alles zusammen”, und so Nelles: „Wenn ich an einem Rädchen drehe, wird ein anderes versuchen, das ausgleichen. Oder wenn ein Teil ausfällt, muss ein anderes seine Arbeit übernehmen.” Dies, so betonte er weiter, geht nur bis zu einem gewissen Grad, dann tauchen ernsthafte Probleme auf.

Muttermal und Fußschmerz

So ist es beispielsweise auch mit den Faszien, ein dünnes Gewebe, das als Verpackung der Muskeln anzusehen ist und sich vom Fuß über den gesamten Rücken bis in die Stirn zieht. Nelles erzählte von einem Läufer, der sich an der Stirn ein Muttermal entfernen ließ und kurz darauf über Schmerzen an den Füßen klagte. Nachdem die Stirnnarbe behandelt worden war, verschwand auch der Schmerz in den Füßen. Dieses Beispiel machte den Zuhörern wiederum deutlich, wie komplex der Körper und der Bewegungsapparat funktioniert. Abschließend betonte Nelles: „Wenn die Basis nicht stimmt, helfen auch die ganzen Hilfsmittel wie Einlagen, Bandagen und Kinesiotapes nichts. All diese Dinge können nur unterstützend wirken, ändern aber nichts an der Ursache. Beschwerden muss immer auf den Grund gegangen werden.”

Im Anschluss an seinem Vortrag blieb den Besuchern noch Zeit, ins Detail zu gehen und spezielle Fragen an den Physiotherapeuten zu stellen.
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