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Von den Gründern bis zu Grünberg

Von: ptj
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Hommage an Pasqualini und Raffael: (v.l.) Bereichsleiterin Karin Pütz, Buchautor Conrad Doose und Historiker Guido von Büren setzen sich ganz bewusst unter den Baumeister von „Statt und Schloß Gülich”, Pasqualini (l.) und seinen Lehrmeister Raffael. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Menschen@Jülich” heißt die Ausstellung in der Sparkasse Düren am Schwanenteich. Aussteller sind der Förderverein Festung Zitadelle und der Jülicher Geschichtsverein in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich.

Die Vernissage sollte Menschen in Jülich präsentieren, „die in den letzten 2000 Jahren für die Stadt von Bedeutung waren und den Blick geschärft haben auf die heutige Stadtkultur”, wie Conrad Doose (Förderverein) und Guido von Büren (Geschichtsverein) zusammenfassten. Letzterer führte die Besucher „von den Gründern bis zu Grünberg”, die in fotografischen Reliefs, Skulpturen oder Zeichnungen zu sehen waren.

Zweites Ziel der Eröffnung war die Vorstellung der Subkriptionszeit (Vorverkauf) für das Buch „Das italienische Jülich” von Conrad Doose, Jürgen Eberhardt und Hajo Lauenstein. Das vor sechs Jahren begonnene Werk, das am 8. November in der Schlosskapelle vorgestellt werden soll, beantwortet Fragen wie „Was hat Pasqualini aus Italien mitgebracht?” oder „Was machte Raffael in Jülich” und bietet reichlich Denkanstöße. Mit dem von verschiedenen Jülicher Institutionen und Unternehmen gesponserten Subskriptionsprospekt haben Interessierte die Möglichkeit, das Buch zu einem Preisnachlass von 20 Prozent zu erstehen.

Die Ausstellung beginnt mit einer farbig rekonstruierten römischen Jupitersäule, in deren Aufschrift die Bewohner Jülichs, „vicani juliacenses” erstmals fassbar werden. Auf einen Zeitsprung folgt die „Ortsheilige” Christina von Stommeln”. Anna von Kleve, die mit dem englischen König Heinrich VIII von England verheiratet wurde, ihr Bruder Herzog Wilhelm V von Jülich Kleve-Berg, dessen Erzieher Konrad Heresbach und Leibarzt Dr. Johannes Weyer führen die Reihe fort. Weyer schrieb als Erster ein Buch gegen den Hexenwahn, mit Erfolg, denn in Jülich Kleve-Berg wurden vergleichsweise wenig Hexenverfolgungen verzeichnet.

Mit einem Sprung in die Barockzeit ist Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz zu sehen, Herzog von Jülich-Berg. Er war Förderer und Erneuerer der einstigen Hauptresidenz- und Festungsstadt Jülich. Auf den aus Jülich stammenden Landschaftsmaler Johann Wilhelm Schirmer folgt Dr. Josef Kuhl, Gymnasialleiter und Autor der ersten Stadtgeschichte Jülichs. Napoleon schließlich führte mit dem „Code Napolon” ein modernes Rechtssystem ein, mit der Konsequenz, dass das damals französische „Juliers” eine moderne Verwaltung erhielt. Dann folgt ein Spannungsbogen zum Nobelpreisträger Dr. Peter Grünberg in die moderne Forschungsstadt.

Funke springt über

Der zweite Teil der Ausstellung nähert sich dem Buchthema. Inwieweit hat der italienische Maler, Baumeister und Architekt Raffaello Sanzio, genannt Raffael, der als Lehrmeister Pasqualinis gilt, „seine römischen Erfahrungen beim Bau des Jülicher Schlosses einfließen lassen?” Schließlich nahmen Architekten und Stadtbaumeister, Bauhistoriker, Festungsforscher und Landeskonservatoren bedeutenden Einfluss auf den Bau und späteren Wiederaufbau Jülichs in Anlehnung an die Renaissancestadt des 16. Jahrhunderts.

Nicht zu unrecht hofft Historiker Guido von Büren, dass „der Funke überspringt und viele das Buch kaufen”.
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