Vogelsang beginnt mit Nazi-Dokumentation

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An der ehemaligen nationalsozialistischen „Ordensburg” Vogelsang haben am Montag die Arbeiten für eine große NS-Dokumentation begonnen. Foto: Peter Stollenwerk

Gemünd. An der ehemaligen nationalsozialistischen „Ordensburg” Vogelsang haben am Montag die Arbeiten für eine große NS-Dokumentation begonnen.

Die Ausstellung sei ein zentraler Baustein im Wandel von der früheren „NS-Ordensburg” zum Erinnerungs- und Lernort, teilte der Betreiber „Vogelsang ip” mit. Die Dokumentation werde den „nationalsozialistischen Gestaltungswahn” aufgreifen, der unter anderem die Formung des Menschen nach der NS-Ideologie vorsah. Mit der Ausstellung will sich Vogelsang profilieren und in eine Reihe stellen mit ähnlichen Stätten wie zum Beispiel das einstige das Hitler-Refugium Obersalzberg.

„Vogelsang ist ein exemplarischer Ort ideologischer Verdichtung”, sagte Historiker Cord Arendes vom Historiker-Team der Uni Heidelberg, das die wissenschaftliche Ausarbeitung übernimmt. An dem Ort ließen sich Folgen und Wirkung der nationalsozialistischen Ideologie ablesen.

In dem monumentalen Gebäudekomplex im jetzigen Nationalpark Eifel ließ die NSDAP ihren Führungsnachwuchs ausbilden. Ein Schwerpunkt war die „Rassenkunde”. Die Nazis inszenierten Vogelsang als Art religiöse Stätte, mit dem Typus des martialischen nordischen Helden als Ideal einer Herrenrasse.

Die Dokumentation umfasse eine „Ankerausstellung” über 800 Quadratmeter Gebäudefläche, zwei weitere dezentrale Ausstellungsorte und 15 Stationen auf dem Gelände. Die Kosten von drei Millionen Euro finanziere EU, Bund und Land.
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