Viktoria Koslar kehrt bald heim auf den Kunstrasen

Von: hfs.
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Die Arbeiten zur Sanierung des Koslarer Kunstrasenplatzes laufen: Rund 40 Tonnen schadhaftes Granulat werden ausgetauscht – nach einjähriger Spielpause. In drei Wochen soll der Ball wieder rollen. Foto: hfs.
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Vorsitzender Ralf Coenen ist erleichtert: Der eigene Platz steht bald wieder zur Verfügung.

Koslar. Mit der Viktoria feiert einer der größten Jülicher Fußballvereine nach einem Jahr „Exil“ bald ein Comeback auf der eigenen Sportanlage. Die gute Nachricht kam für die Fußballer von Viktoria Koslar sozusagen nach Saisonschluss. Der seit August vergangenen Jahres gesperrte Kunstrasenplatz steht wieder offen.

Allerdings zuerst einmal nur für Baufahrzeuge, denn eine Spezialfirma hat nun angefangen, rund 40 Tonnen schadhaftes Granulat zu entfernen, das im Vorjahr für die Sperrung der Anlage sorgte. Alles in allem sind für die Arbeiten, die knapp 40.000 Euro kosten, rund drei Wochen angesetzt. So steht denn der Austragung des Jufa-Cups beziehungsweise des Süßwarencups im Juli nichts mehr im Wege – sehr zur Freude auch des Vorsitzenden Ralf Coenen.

Bei der Finanzierung tritt die Stadt nach einem politischen Beschluss in Vorleistung, hofft aber, das Geld von einer Versicherung erstattet zu bekommen.

„Damit endet eine Zeit, die allen Beteiligten einiges abverlangt hat. Die Belastungen für Spieler, Trainer, Betreuer und auch Zuschauer, aber auch für den ganzen Verein, waren zum Teil erheblich“, sagt Ralf Coenen, dem die Freude und Erleichterung über das Ende der langen „Leidenszeit“ förmlich ins Gesicht geschrieben steht, wenn er auf die zurzeit laufenden Sanierungsarbeiten blickt. Eine Firma ist mit Spezialgerät dabei, das Granulat, das plötzlich im Sommer vergangenen Jahres an den Fußballschuhen kleben blieb, Spiel- und Trainingsbetrieb unmöglich machte, zu entfernen.

Dabei werden die rund 40 Tonnen Kunststoffgranulat ausgekehrt, die von einer Bandmaschine aufgenommen und verladen werden. „Anschließend wird ein neues Gemisch eingearbeitet, unser Platz soll nächste Woche wieder bespielbar sein“, freut sich Coenen auf die „Wiedereröffnung“. Eine komplette Spielsaison mussten Junioren- und Senioren-Mannschaften ausweichen, war die gesamte Ausrüstung hin- und herzufahren. Meist ging es zum Platz der Jülicher „Zwölfer“, die ihre Anlage der Viktoria zur Verfügung stellten.

Aber auch die Nachbarvereine aus Barmen und Broich und die „Zehner“ halfen, damit Koslar den Spielbetrieb aufrechterhalten konnte. Stellvertretend für alle nennt Coenen aber in seinen Dankesworten den SV Jülich 1912. „Unserer besonderer Dank gilt unseren Freunden von den Zwölfern, die uns von Anfang an nach Kräften unterstützt haben.“ Dass das Ende der Platzsperre mit allen gefeiert wird, ist für den Viktoria-Chef ein klarer Fall. „Die Einladungen kommen.“

Die sportlichen Planungen sind so gut wie abgeschlossen – nach einem intensiven Gedankenaustausch mit den A-Junioren sowie erster und zweiter Mannschaft. „Da haben wir hoffentlich die Weichen für eine erfolgreiche Saison 2014/2015 gestellt“, berichtet Coenen. Als neuer A-Jugendtrainer wurde zum Beispiel der 33-jährige Ibo Cakin verpflichtet.

Er übernimmt damit ein Team, das seit Jahren in der Junioren-Sonderliga gespielt hat. Ziel sei die Qualifikation für die Bezirksliga, meinte Cakin bei seiner Vorstellung. Unterstützt wird der ehemalige Spieler von Rhenania Eschweiler (Mittelrheinliga) und der Eschweiler SG in der Verbandsliga vom langjährigen B-Ligacoach Uwe Jansen, der vorwiegend die organisatorischen Aufgaben übernehmen wird.

Was den Seniorenbereich anbelangt, haben, so Coenen, alle Akteure der ersten Mannschaft – sie erreichte in der abgelaufenen Saison in der Kreisliga B 1 Platz 6 – zugesagt, dem Verein die Treue zu halten. Verstärkung bekommt das Team aus der eigenen Jugend, aus der nur Dustin Dekena zurück zu seinem Heimatverein Alemannia Bourheim in die A-Liga wechselt. Als Trainer arbeitet Dominik Kremer, ihm zur Seite steht Jens Hofmann, die zweite Mannschaft erhält mit Rolf Steinbusch ebenfalls einen neuen Coach. Er wird unterstützt von Carsten Schepers und Marco Vieler.

Darüber hinaus macht sich die Viktoria Gedanken, ob eine Altherren-Mannschaft gemeldet wird. Grundsätzlich macht Ralf Coenen klar, „dass die Viktoria weiter konsequent den Weg von der eigenen Jugendarbeit fortsetzen wird. Die Entwicklung gibt uns recht.“

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