Aldenhoven/Jülich/Linnich - Viele Besucher klappern die Museen ab

Viele Besucher klappern die Museen ab

Von: Kr.
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In die Geheimnisse der Bleiverglasung unterwies Michael Scheu die Besucher im Deutschen Glasmalerei Museum in Linnich. Foto: Kròl
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Hier stand einst das prachtvolle Eingangsportal zum Schloss, erklärte Bernhard Dautzenberg den Besuchern der Zitadelle.

Aldenhoven/Jülich/Linnich. Das strahlende Wetter verleitete zahlreiche Museumsfreunde dazu, sich mit dem Fahrrad aufzumachen, um das besondere Angebot zu nutzen, mit dem die Museen der Region am Internationalen Museumstag lockten. Wer nicht so fit war, oder eine zu weite Anfahrt hatte, konnte das kostenlose Angebot der Rurtalbahn nutzen.

Bereits am Vormittag hatten sich zahlreiche Besucher im Hof der Zitadelle eingefunden, um das Museum Zitadelle zu erkunden. Ein Besuch lohnte sich wirklich, hatten die Mitarbeiter doch eine ganze Reihe von Aktivitäten vorbereitet. Im Mittelpunkt stand das Gebäude, und so durften die Besucher auch in den Innenhof der Zitadelle, wo Bernhard Dautzenberg über die neusten Erkenntnisse der dort laufenden Ausgrabungen berichtete. Er zeigte den Gästen auch die Ausgrabungen an der Südseite der Schule, wo die Fundamente des prachtvollen ehemaligen Portals zum Schloss freigelegt wurden.

Es gab wieder Führungen durch die Zitadelle und Kasematten. Die Kinderführung übernahmen einige Jugendliche, und auch das Zitadellen Café hatte geöffnet. Am Nachmittag stellte die Geschichts AG des Gymnasiums Zitadelle ihre Arbeit vor, die sie unter dem Titel „Als Jülich in Frankreich lag“. Wie in jedem Jahr, wurde auch wieder eine Ausstellung eröffnet: „La Strada – Maler unterwegs“, zeigt die Werke reisender Maler des 19. Jahrhunderts, die auf alten römischen Fernstraßen gen Süden gezogen waren.

Von Jülich aus konnten die Besucher ebenfalls weiterziehen nach Aldenhoven und sich dort in ganz andere Gefilde begeben. Der Bergmännische Traditionsverein „Glück auf“ für Stein- und Braunkohle hatte ebenfalls sein Bergbaumuseum geöffnet und lud die Besucher ein, sich in der Welt der Bergleute zu begeben. Im ehemaligen Kloster haben sie ein Domizil für all ihre Schätze gefunden. Werkzeug aus der Steinzeit bis zum 20. Jahrhundert, Bergmannskittel, Grubenlampen, Fossilien und Mineralien und vieles mehr gibt es hier zu bestaunen. Alte Dokumente, Fotografien und Modelle runden die Darstellung des Bergbaus ab. Auch an gewöhnlichen Sonntagen hat das Museum von April bis Oktober jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet sowie jeden Donnerstag von 17 bis 23 Uhr. Dann sind vor allem die Vereinsmitglieder und auch Bergleute zu Gast. Eindrucksvoll ist auch die Werkhalle, in der die Kumpel eine Strecke nachgebaut und eine Kaue rekonstruiert haben.

Und erneut in eine ganz andere Welt durfte der Museumsreisenden an diesem Tag in Linnich eintauchen. Dort hatte auch das Deutsche Glasmalerei Museum geöffnet und lud mit Sonderaktionen ein. 150 Gäste hatte Museumsleiterin Dr. Myriam Wierschowski schon um die Mittagszeit gezählt, die alle die Gelegenheit nutzten, an den kostenlosen Sonderführungen durch die Campendonk-Ausstellung teilzunehmen. Auf dem Museumsvorplatz hatte die Glasgalerie Köln ihre Stände aufgeschlagen und bot exquisite Glasobjekte an.

Am Nachmittag weihte Glaskünstler Michael Scheu die Besucher in die Techniken der Bleiverglasung ein und stand auch gerne Rede und Antwort zu Fragen rund um die Glaskunst. Für die Kinder gab es die Möglichkeit ihr eigenes Glasbild zu malen und anschließend konnte sich in der Cafeteria gestärkt werden. Die Damen des Fördervereins ließen es sich nicht nehmen, die Gäste mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen zu verwöhnen. Den Museumstag noch ein wenig ausweiten, will das Glasmalerei Museum am kommenden Donnerstag, 22. Mai. Ab 19.30 wird dort ein Claire-Waldorff-Abend geboten. An die Kabarettistin der 1920er Jahre aus Berlin wird dann die Schauspielerin Maggy Domschke erinnern.

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