Kreis Düren - Viel Gewalt und Aggression an den Karnevalstagen im Kreis Düren

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Viel Gewalt und Aggression an den Karnevalstagen im Kreis Düren

Von: red/pol
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Nicht nur im Kreis Düren hatten Polizei und Rettungskräfte viel zu tun. Zehn RTW-Teams und drei Notärzte wurden zum Marktplatz in Eschweiler gerufen, nachdem im Festzelt mit Reizgas gesprüht worden war.
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Nicht nur im Kreis Düren hatten Polizei und Rettungskräfte an Karneval viel zu tun: In Eschweiler wurden gleich zehn Rettungswagenteams und drei Notärzte zum Marktplatz gerufen, um sich um die Opfer einer Reizgasattacke im Festzelt zu kümmern.

Kreis Düren. Am Veilchendienstag zog die Polizei Düren eine erste Bilanz der Karnevalstage. „Nicht alle, die sich am Sonntag und Montag als vermeintliche Sicherheitskräfte von FBI, SEK, Swat und Co. verkleidet hatten, verhielten sich auch so – im Gegenteil“, leitet die Behörde ihr Fazit ein.

In Jülich und Niederzier musste die Polizei bei Schlägereien einschreiten. In Nideggen und Birkesdorf wurden karnevalistische Veranstaltungen durch Beamte aufgelöst, da die Stimmung nach körperlichen Auseinandersetzungen zu sehr aufgeheizt war. Im Festzelt in Lich-Steinstraß randalierte ein junger Aldenhovener und nahm es dabei mit mehreren Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes auf.

Lich-Steinstraß: Zu einer Eskalation zwischen einem 22-jährigen Aldenhovener und zwei 23 und 50 Jahre alten Männern eines Sicherheitsunternehmens kam es am Montagnachmittag gegen 16.40 Uhr im Festzelt auf dem Matthiasplatz in Lich-Steinstraß. Dem 22-Jährigen war der Einlass verwehrt worden, weil er sich weigerte, mitgeführte Gegenstände an der Garderobe abzugeben müssen. Kurzerhand verschaffte sich der Aldenhovener über einen zweiten Zugang ins Zelt, was jedoch von den Sicherheitsbeauftragten nicht unbemerkt blieb. Auch andere Angestellten hatten da bereits das aggressive Auftreten des jungen Mannes bemerkt. Als der 50-jährigen Sicherheitsmann ihn des Zeltes verweisen wollte, reagierte der Aldenhovener mit einem Gewaltausbruch.

Er packte sich einen unbeteiligten Jungen und schleuderte diesen dem Mitarbeiter entgegen. Anschließend schlug er auf ihn ein und verletzte ihn dabei nicht unerheblich. Mehrere Männer des Sicherheitsdienstes waren schließlich von Nöten, um den 22-Jährigen unter Kontrolle zu bringen. Erst mit Eintreffen der Polizeibeamten beruhigte sich dieser und ließ sich abführen. Festgehalten wurde der Sachverhalt in gleich zwei Strafanzeigen: die Parteien zeigten sich gegenseitig wegen Körperverletzung an.

Oberzier: In Oberzier prügelten sich gegen 22.25 Uhr mehrere Personen an der Niederzierer Straße. Nicht alle wurden im weiteren Verlauf von den alarmierten Polizeibeamten angetroffen. Ein 39 Jahre alter Mann aus Niederzier gab an, von drei ihm bekannten Personen im Alter von 20, 44 und 46 Jahren, angegriffen worden zu sein. Dabei wurde er so verletzt, dass eine Behandlung in einem Krankenhaus nötig wurde.

Niederzier: Das couragierte Eingreifen einer 20-jährigen Dürenerin endete ebenfalls mit leichten Verletzungen. Die junge Frau hatte beobachtet, wie eine Unbekannte einen 15-Jährigen drangsaliert hatte. Daraufhin schritt die Dürenerin beherzt ein. Zwar ließ die Angreiferin von dem Jugendlichen ab, schlug der 20-Jährigen jedoch ins Gesicht, bevor sie sich in unbekannte Richtung entfernte. Die Geschädigte musste von einer RTW-Besatzung medizinisch versorgt werden. Sie erstattete Strafanzeige gegen die Frau, bei der es sich ersten Ermittlungen nach um eine 43-jährige Niederziererin handelt.

Nideggen: Erste Meldungen über mehrere Körperverletzungsdelikte an der Konrad-Adenauer-Straße in Nideggen gingen bei der Polizei bereits am Sonntagabend ein. Gegen 22.20 Uhr stand schließlich fest, dass die Veranstaltung am Schulzentrum aufgelöst werden sollte. Während sich der Großteil der Anwesenden friedlich entfernte, wurden 30 Personen als Störer identifiziert. Bis etwa 23.15 Uhr wurde der Vorplatz jedoch ohne besondere Vorkommnisse geräumt. Insgesamt waren bis zu dieser Zeit vier Verletzte nach körperlichen Auseinandersetzungen zu verzeichnen.

Birkesdorf: Ähnliches trug sich an der Festhalle in Birkesdorf zu. Zwischen 21 und 22 Uhr musste am Montag eine Veranstaltung aufgelöst werden. Dabei fielen mehrere Personen wegen ihres aggressives Auftreten. Sie befolgten weder die Anweisungen der Ordnungskräfte noch die der Polizei. Während viele erst auf Nachdruck den Ort verließen, musste ein 17-Jähriger aus Düren in Gewahrsam genommen werden. Gegen ihn war bereits bei einem vorherigen Einsatzes eine Strafanzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung gefertigt worden, was ihn jedoch nicht davon abhielt, sich weiterhin renitent zu verhalten.

Daneben war es ein 34-Jähriger aus Düren, der angab, gegen 20.30 Uhr im Bereich der Festhalle von mehreren Personen geschlagen worden zu sein.

Düren: Ebenfalls in Düren kam es gegen 23.10 Uhr zu einer körperlichen Auseinandersetzung mehrerer Personen. Laut Polizei wurde eine Gruppe Jugendlicher von zwei Unbekannten angepöbelt. Einer der beiden schubste einen 16-Jährigen und schlug anschließend auf ihn ein. Während der Attacke wurde der junge Dürener zudem mit einem Messer leicht verletzt. Die unübersichtliche Lage – es kamen zunächst mehr und mehr Unbekannte hinzu – löste sich erst auf, als mehrere Passanten auf das Geschehen aufmerksam wurden. Ob ein Zusammenhang zwischen den Gruppierungen besteht, muss die Polizei jetzt ermitteln.

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