Versicherung zahlt nicht: „Jahrgedächtnis” am Vordach?

Von: gep
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Aldenhoven. Der Aldenhovener Bürgermeister Lothar Tertel steht, wie er es sagt, vor einem „Jahrgedächtnis” der besonderen Art. Seit bald einem Jahr ist die Regulierung eines Haftpflichtschadens am Vordach des Rathauses anhängig

Tertel ist es jetzt leid. Er hat dem Versicherungsriesen bis Ultimo November eine Frist gesetzt. Wenn das Unternehmen bis dahin nicht reagiere, „dann sehen wir uns vor Gericht”.

Kurz vor Weihnachten 2009 hatte ein 18-jähriger Fahranfänger auf winterglatter Fahrbahn und bei überhöhter Geschwindigkeit, wie der Polizeibericht vermerkt, die Kontrolle über seinen Pkw auf der Dietrich-Mülfahrt-Straße verloren, war mit einem Baum und einer Sitzbank kollidiert und hatte schließlich den rechten Stützpfeiler des Vordachs gerammt. Seither ist das Dach mit einer Baustütze provisorisch gesichert.

Die Polizei schätzte damals den Gesamtsachschaden auf 10.000 Euro. Doch ein Gutachten im Auftrag der Gemeinde „bis zur letzten Schraube” ermittelte für die Reparatur des Vordaches einen Aufewand von 12.500 Euro, da unter anderem auch die Statik der freitragenden Dachkonstruktion berechnet werden musste, schildert Tertel diese „unendliche Geschichte”. Der Versicherer aber setzte den Schaden zunächst mit nur 6000 Euro an.

Was ihn besonders aufregt: Erst nach vier Monaten habe der Versicherer reagiert mit der Mitteilung, dass das Gutachten an die zuständige Abteilung weitergeleitet werde.
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