Aldenhoven/Linnich - Verhalten optimistischer Blick aufs Moderationverfahren

Verhalten optimistischer Blick aufs Moderationverfahren

Von: gre/ojo
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Aldenhoven/Linnich. Dieter Froning (FWG) übte in der jüngsten Sitzung des Aldenhovener Gemeinderates Kritik, dass die Bezirksregierung erst am 19. dieses Monats die Moderation zum Schulproblem terminiert habe. Seine Besorgnis ist, dass sich die Eltern der Schulkinder erst sehr spät festlegen können. Er bat den Bürgermeister, die Eltern unverzüglich zu unterrichten, damit die notwendigen Entscheidungen noch getroffen und das Anmeldeverfahren ab dem 4. Februar durchgezogen werden könne.

Bürgermeister Lothar Tertel zeigte sich zuversichtlich, dass in der Moderation ein Konsens erzielt werde und die Bezirksregierung keine Bestandsgefährdung bestehender Schulen in der Region erkennen und die vorläufige Genehmigung der Gesamtschule erteilen werde.

Diese Entscheidung erwarte er zeitnah, damit noch Anfang Januar die notwendigen Vorarbeiten geleistet werden können. Sollte wider Erwarten die Gesamtschule nicht zustande kommen, können die Kinder noch fristgerecht bei anderen Schulen angemeldet werden.

Tertel wies darauf hin, dass aus Aldenhoven und Linnich 125 Kinder angemeldet werden müssen, damit eine vorläufige Genehmigung der Gesamtschule in eine endgültige umgewandelt werde.

In der Sitzung des Linnicher Stadtrates kam Bürgermeister Wolfgang Witkopp zu einer anderen Bewertung des Termins für das Moderationsverfahren. Er habe darin ein „verhalten optimistisches Signal“ gesehen, „dass man unseren Vorstellungen folgen wird“. Wie er erläuterte, habe es den Versuch durch Nachbarkommunen gegeben, das Moderationsverfahren vom 19. Dezember auf den 19. Januar zu verlegen. „Das hat die Bezirksregierung mit sehr deutlichen Worten zurückgewiesen.“

Im Rahmen der Bürgerfragestunde wurden Stadtrat und Bürgermeister von einem anderen starken Signal überrascht. Vertreter der Schulpflegschaften beider Grundschulen überreichten dem Bürgermeister eine Liste mit den Unterschriften von 400 Eltern beider Schulen, die sich für den Erhalt des Schulstandortes Linnich ausgesprochen hatten. Weitere Unterschriften würden noch folgen.

In Sachen Gesamtschule holte der Linnicher Stadtrat offiziell nach, was per Dringlichkeitsbeschluss schon der Bezirksregierung übermittelt worden war: die Aufteilung der Jahrgangsstufen bei der Einrichtung einer horizontal gegliederten Gesamtschule. Demnach sollen die Klassen 5 und 6 an beiden Standorten unterrichtet werden, die Klassen 7 bis 9 in Aldenhoven und die Klassen 10 bis 13 in Linnich.

Für Irritation sorgte CDU-Fraktionschef Hans-Willi Dohmen, der den Vorschlag ablehnen wollte. Er glaubte, es solle über die horizontale oder vertikale Gesamtschule abgestimmt werden. Nach Witkopps Erklärung, dass es darum nicht mehr gehe, sondern nur um die Aufteilung, enthielten sich acht Mandatsträger der Stimme. Der Dinglichkeitsbeschluss wurde bestätigt.

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