„Verbraucherforum 60+“: Verwendung und Nutzen des Internets

Von: ptj
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Gut besuchtes „Verbraucherforum 60+“ im Andreashaus: Im Forum sitzen Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der Verbraucher Initiative, Ruth Tavernier-Schwab, Vorsitzende des Seniorenbeirats, Gerhard Hüsch von der Landesseniorenvertretung NRW, Alfons Pahl aus dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Manuela Dorlaß aus der Verbraucherzentrale NRW, Jürgen Schuh von der Verbraucher Initiative und der moderierende Journalist Andreas Vollmert. Foto: Jagodzinska

Lich-Steinstraß. „Chancen und Herausforderungen des Internets“ war das aktuelle „Verbraucherforum 60+“ als vierte Themenreihe der „Verbraucher Initiative“ überschrieben. Die Initiative mit Sitz in Berlin setzt sich seit nunmehr 30 Jahren mit „starken Partnern“ und diversen Thementafeln für den „mündigen und informierten Verbraucher“ ein.

Das halbtägige Informationsforum im Andreashaus in Lich-Steinstraß, souverän moderiert von dem Journalist Andreas Vollmert, zählte zu den bisher rund 60 Terminen zum Thema Internet, die jeweils 60 bis 70 Teilnehmer besuchen.

„Das Internet hat eine wichtige Bedeutung als Teilhabe an der Gesellschaft“, betonte Bundesgeschäftsführer Georg Abel, der vor allem zur Internetnutzung „motivieren“ will. In der Altersgruppe 60+ werde das Netz vor allem als Kontaktmöglichkeit, etwa mit den Enkeln, und als Informationsquelle gesucht. Der Einkauf im Internet sei weniger interessant als für Jüngere, dafür aber der Service.

Auf den Einkauf im Netz konzentrierten sich indes viele Redebeiträge. So stellte Ruth Tavernier-Schwab, Vorsitzende des im Forum hochgelobten Seniorenbeirats, heraus: „Es ist schon sehr hilfreich, online auszusuchen und es geschickt zu bekommen, ich meine hier ganz klar den örtlichen Handel.“ In diesem Zusammenhang schlug sie einen (bezahlten) lokalen online-Einkaufsdienst vor.

Auch beim Thema Transportmöglichkeiten zu Unterhaltungsangeboten motivierte sie zur erweiterten Nutzung der Internetplattform „Jülich hilft“ oder lokaler Apps.

Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs stellte die Informationsmöglichkeit über die gewünschte Ware im Internet heraus, die man dann bei den „ganz großartigen Einzelhändlern vor Ort“ kauft – nicht umgekehrt. Die Sozialen Medien mit möglichen „Fake-News“ sieht Fuchs als „riesengroßes Risiko“.

Darin pflichtete ihm Gerhard Hüsch von der Landesseniorenvertretung NRW bei, rief aber dennoch dazu auf, „Keine Angst vorm Internet“ zu haben. Alfons Pfahl aus dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW stellte fest: „Der Umgang mit dem Internet ist heute so eine Art Alltagskompetenz geworden. Umso wichtiger ist es, sich in diesem Thema Kompetenz zu verschaffen.“ Pfahl lud ausdrücklich dazu ein, sich „einen Ruck zu geben und Fragen zu stellen“.

Drei jeweils einstündige Referate, aufgelockert durch Kaffeepausen und gemeinsames Mittagessen, prägten das Forum. Manuela Dorlaß von der Verbraucherzentrale NRW referierte zum Thema „Online einkaufen & Schutz vor Abzocke“ und „Apps auf Handy & Tablet: Wer liest mit? Fit und gesund im Netz“. Jürgen Schuh von der „Verbraucher Initiative“ sprach zu „Soziale Netzwerke & Kommunikation im Netz“. So zähle etwa zum sicheren Einkauf im Netz, die Seriosität der Website zu prüfen, die Geschäftsbedingungen zu lesen, sich über Widerrufs- und Rückgaberecht zu informieren. Ferner wurde den Senioren geraten, auf verschlüsselte Verbindungen zu achten und keine Passwörter und PIN-Codes auf dem Smartphone zu speichern.

Breiten Raum nahmen Datensicherheit und Fallen im weltweiten Netz ein. Vor allem will „der Umgang mit Sozialen Netzwerken gelernt sein“. Wichtig sei es, auch hier auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu achten, da die Frage um das anzuwendende Datenschutzrecht ungeklärt ist. Es bleibt im Verantwortungsbereich und Interesse der Nutzer, mit den eigenen Daten souverän umzugehen.

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