Verbeugung vor einem Förderer der Glasmalerei

Von: Kr
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Sie alle hatten ihre Freude an dem stattlichen Scheck zur Finanzierung der Campendonk-Ausstellung und des dazu gehörigen Katalogs. Von links Jakob Waldhausen, Landrat Wolfgang Spelthahn, Geschäftsführer der Stiftung Carlo Aretz, Dr. Myriam Wierschowski, Dr. Gregor Broschinski und Wolfgang Witkopp, Vorsitzender der Stiftung. Foto: Kròl

Linnich. „Heinrich Campendonk ist wahrlich eine Ausstellung wert“, erklärte Hans Otto Ruttler, Vorsitzender des Kulturausschuss des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) bei der Ausstellungseröffnung zu „Kristalline Welten – Die Glasgemälde Heinrich Campendonks“.

Die Resonanz, die diese Schau im Deutschen Glasmalerei-Museum in Linnich hervorrief, gab ihm sicherlich Recht. Zahlreiche Gäste, darunter auch der Enkel des 1957 verstorbenen Künstlers, waren gekommen, um diese Ausstellung, deren Schwerpunkt auf der Glasmalerei liegt, zu sehen und zu erleben. Etwas ganz Besonderes ist Dr. Myriam Wierschowski und ihrem Museumsteam hier gelungen, und Ruttler war sich sicher, dass diese Ausstellung einen wesentlichen Anteil an der wissenschaftlichen Aufarbeitung besonders in Bezug auf Campendonk als Glasmaler, haben werde.

Als Schüler von Johan Thorn Prikker hat Campendonk wie sein Lehrer, einen nicht geringen Anteil an der Entwicklung der Glasmalerei im Rheinland. Auch wenn er während der Hitler-Diktatur zu den entarteten Künstlern gezählt wurde, rissen seine Kontakte zu deutschen Auftraggebern nicht ab, und so entwarf er noch während des Krieges die Gesamtverglasung für die Ostwand der Kölner St. Kolumba- Kirche. Diese Entwürfe sind in der Ausstellung ebenso zu bewundern wie seine monumentalen Fenster Geburt Christi und Auferstehung Christi.

Eine solch große Retrospektive ist natürlich nur möglich im Zusammenwirken mit Sammlern, anderen Museen und Werkstätten. „Diese Schau zeigt, dass die Kooperation funktioniert. Es ist die Aufgabe des LVR, nicht nur die rheinische Kunst und Kultur zu erhalten, sondern auch dieses Zusammenwirken zu fördern“, betonte Ruttler und erklärte weiterhin, dass seine Institution gerne diese Ausstellung unterstützt habe.

Weiterhin erhielt das Glasmalerei- Museum Unterstützung von der Kultur- und Naturstiftung der Sparkasse Düren. 5000 Euro schoss sie bei der Finanzierung von Ausstellung und Katalog zu. Im Vorfeld der Ausstellung freuten sich Landrat Wolfgang Spelthahn und Dr. Gregor Broschinski vom Vorstand der Dürener Sparkasse, diesen Scheck an die Stiftung des Museums weiterzureichen. Linnichs Bürgermeister Wolfgang Witkopp, der gemeinsam mit Dr. Myriam Wierschowski die Ausstellung eröffnete und die Gäste begrüßte, richtete deshalb auch seinen besonderen Dank an Sparkasse und Landschaftsverband.

Einführend zu Ausstellung stellte Gisela Geiger, Leiterin der Museen Penzberg, das Leben und Wirken von Heinrich Campendonk vor. Die Ausstellung wurde musikalisch umrahmt von Maria Meures Violine.

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