Jülich - UWG Jül erarbeitet Bürger-Wahlprogramm

UWG Jül erarbeitet Bürger-Wahlprogramm

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Jülich. „Politik und Verwaltung müssen in Jülich mehr gestalten statt verwalten“. Eine aktive Bürgergesellschaft müsse das Ziel sein. Dies war der Tenor auf der Versammlung der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Jül, die die Kandidaten für die Kommunalwahl am 25. Mai nominierte.

Aktive Stadtentwicklung und Sanierung der maroden Finanzen gehe, so hieß es, nur mit aktiven Bürgern. „So wird aus dem Wutbürger der Mutbürger, und damit letztlich wieder der Gutbürger.“ Bürgerinen und Bürgern brauchten mehr Freiheiten und Anerkennung, dann seien sie auch bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Die Verwaltung müsse loslassen und unterstützen.

Die Politik müsse nicht reagieren und Vorgaben aus Brüssel, Berlin und Düsseldorf durchsetzen, sie müsse lokal agieren. Das lange Gezänke um die Dichtheitsprüfung sei ein abschreckendes Beispiel aus der Vergangenheit, als die alten Parteien die Weisungen von oben gegen den Willen der Bürger durchsetzen wollten.

Die Frage, warum Jülich pleite sei, beantwortete der Jül-Fraktionsvorsitzender Heinz Frey an drei Beispielen: Der Übergang von Kameralistik zu NKF sei wohl noch immer nicht vollzogen. Da beklage die Verwaltung 135.000 Euro Mietverlust beim Auszug des Kreises aus dem Alten Rathaus, habe aber keinerlei Vorstellung davon, dass die externe Unterbringung eigener städtischer Einrichtungen ein Vielfaches davon koste.

Zu teure und gar überflüssige Neubauten und jahrzehntelange, mangelnde Bauunterhaltung kosteten den Steuerzahler heute Millionen. „Vermögen von uns Bürgerinnen und Bürgern wird in Jülich schleichend vernichtet“. Und nicht die Schließung von Einrichtungen sei die Lösung, sondern die Aktivierung der Bürgerinnen und Bürger.

„Wenn Jülich eine Bürgerhalle oder gar die Stadthalle schließt, bedeutet dies der Verlust von gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen Werten. Das ist Vernichtung von Sozialkapital“, unterstrich die Jül-Vorsitzende Veronika Schmitz. Die UWG will nun ein „echtes Bürger-Wahlprogramm“ formulieren.

Über den persönlichen Kontakt, über E-Mail und Fax, über facebook und mit einer gesonderten neuen Internetseite: www.jül.info soll der Wille der Bürger erfasst werden.

Mit ganz konkreten Maßnahmen, an der Praxis orientiert, in einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Politik und Verwaltung, blühe Jülich auf. „Die Zeit der großen Sprünge ist vorbei. Wir Bürger müssen das wieder selbst in die Hand nehmen“, sagte Veronika Schmitz weiter.

Die Auftaktveranstaltung für die Erstellung eines Bürger-Wahlprogramms erfolgt am heutigen Mittwoch, 12. Februar, um 19 Uhr im „Haus Heitzer“. Hier sollen konkrete Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt mit allen Jülicher innen und Jülichern diskutiert, ergänzt und entwickelt werden.

Kandidaten der Jül für den Stadtrat sind: Wahlkreis 1: Hermann Josef Heyartz, 2. Ralf Heinen, 3. Veronika Schmitz, 4. Dirk Becker, 5. Udo Peters, 6. Georg Schmitz, 7. Manfred Neulen, 8. Detlef Trzolek, 9. Katja Laumen-Satara, 10. Herbert Johnen, 11. Wolfgang Pier, 12. Ralph Pallaß, 13. Ulrike Becker, 14. Heribert Braun, 15. Heinz Frey, 16. Wolfang Schiffer, 17. Jürgen Schmitz, 18. Christian Klems, 19. Matthias Hoven. Reserveliste bis Platz 10: 1. Heinz Frey, 2. Veronika Schmitz, 3. Christian Klems, 4. Matthias Hoven, 5. Wolfgang Schiffer, 6. Detlef Trzolek, 7. Ulrike Becker, 8. Georg Schmitz, 9. Heribert Braun, 10. Udo Peters.

Die UWG, 2003 gegründet, war bei der Kommunalwahl 2009 mit 20,46 Prozent hinter der CDU mit 35,95 Prozent die zweitstärkste Kraft im Jülicher Rat geworden. Die SPD kam damals auf 19,5, die Grünen auf 8,4, die FDP auf 7,41 und die Linke auf 3,11 Prozent der Stimmen, Die Wahlbeteiligung lag bei 58 Prozent.

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