Urnengräber werden teurer

Von: hfs.
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Titz. Veränderte gesellschaftliche und persönliche Lebensumstände führen auch im Bestattungswesen zu Veränderungen. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Nutzung der Friedhöfe und die sie tragende Gebührenkalkulation.

Dies führt nun dazu, dass sich die Verwaltung in der Gemeinde Titz schon im ersten Halbjahr 2014 eingehend mit der Entwicklung im Bereich des Friedhofswesen befasst, neben der bereits angekündigten Teilnovellierung des Bestattungsgesetzes durch den Gesetzgeber auch die Zukunftsentwicklung der Titzer Friedhöfe in den Blick genommen wird. Zum Beispiel durch neue Bestattungsformen wie Urnenstelen.

Für das laufende Jahr wurde, wie bereits zuvor, im Gegensatz zu den Gebühren für den Grabaushub und die Benutzung der Leichenhallen ein Mittelwert der Kostenabrechnungen bei den Nutzungsgebühren gebildet. Dabei vertrat die Verwaltung die Auffassung, dass der Unterhaltungsaufwand für ein Wahlgrab geringer sei, da aufgrund intensiver Pflege der Angehörigen über die Dauer von 30 Jahren nur wenig Arbeit für den Bauhof entsteht. Dagegen muss der Aufwand für Rasengräber – „die Angehörigen kaufen sich von der Pflegeverpflichtung frei“ – in diesem Fall höher angesetzt werden.

Diese Ansicht wurde allerdings im Rat mehrheitlich nicht geteilt. Stimmten CDU und FDP für den Verwaltungsvorschlag – votierten die anderen drei Fraktionen von SPD, Bündnis90/Grüne und W.I.R. dagegen. Sie favorisierten einen anderen Gewichtungsfaktor. Der führt dazu, dass die Nutzungsgebühren für ein Urnenreihengrab von 512 Euro auf 531 Euro (22 Euro) steigen, ein Urnenwahlgrab anstatt 615 Euro nunmehr 637 Euro (27) kostet, die Gebühr für ein Reihengrab von 1220 Euro auf 1264 Euro (53) angehoben wird. Dafür sind dann die Kosten in 2014 für ein anonymes Reihengrab deutlich geringer.

Sah hier der Verwaltungsvorschlag 2927 Euro vor, sind es nun 2529 Euro, bei einem Rasenreihengrab fallen die gleichen Kosten an, die Einsparung beträgt auch hier satte 594 Euro. Dagegen werden die Bestattungsgebühren geringer. Beim Reihengrab sinken sie von 405 Euro auf 361 Euro, beim Kindergrab von 118 Euro auf 105 Euro, beim Wahlgrab von 482 Euro auf 429 Euro. Beim Urnengrab schließlich verringert sich die Gebühr von 78 Euro auf nunmehr 70 Euro.

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