Und langsam wächst die Kirmesstadt

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Foto: Abels
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Düren. „Hast Du mal ein Maßband?”, „Wo soll ich aufbauen?”, „Ist das hier meine Markierung?” Achim Greiff ist ein gefragter Mann. Kaum ist der Platzmeister auf dem Annakirmesplatz aus seinem Wagen ausgestiegen, gehts los.

Selbst Stammbeschicker der Annakirmes, die seit Jahr und Tag ihren festen Platz haben, suchen seinen Rat.

Mal eben so über das noch übersichtliche Areal schlendern, ist für Achim Greiff nicht drin. Da müssen auch seine Kollegen vom städtischen Vermessungsamt schon mal längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Und trotzdem: Von hektischem Aufbaustress ist nichts zu spüren. Kein Wunder: Bis zu den drei Eröffnungsböllerschüssen fließt noch reichlich Wasser die Rur herunter.

Und doch hat es den Anschein, als könnte der eine oder andere Schausteller den Beginn der Annakirmes kaum erwarten. Seit auch der vordere Platzbereich am Montag für den P & R-Verkehr gesperrt worden ist, rollt ein Lkw nach dem anderen auf den Platz. Wohnwagen werden passgenau aufgestellt, Wasser- und Stromleitungen verlegt und angeschlossen. Wie ein Mosaik nimmt die reisende Kirmesstadt allmählich Form an. Nachbarn früherer Jahre begrüßen sich mit einem freundlichen „Hallo, wie gehts? Lange nicht gesehen!” und tauschen sich über den Verlauf eines nicht gerade berauschenden Frühsommers für die Branche aus.

Und natürlich nehmen schon die ersten Buden und Fahrgeschäfte Gestalt an. „Was jetzt schon aufgebaut wird, steht in der kommenden Woche nicht mehr im Weg”, gewinnt Greiff dem frühen Aufbau auch eine gute Seite ab. Denn er weiß: Wenn am Montag und Dienstag erst die Schausteller von der Düsseldorfer Rheinkirmes anreisen, könnte es eng werden.

Deshalb ist er froh, dass das Riesenrad bereits Konturen annimmt, der eine oder andere Biergarten schon steht und auch bereits einige Neuheiten des Jahres bei den immer wieder über den Platz schlendernden Schaulustigen die Vorfreude steigern. Auf Platz 1 hat „Willy, der Wurm” bereits das Licht der Kirmeswelt erblickt, am Rurdammweg könnte bereits die „Gaudi Schaukel” in die Höhe schwingen und in Höhe der Stadtwerke ragt mit dem „Event Tower” bereits das erste Wahrzeichen über 35 Meter hoch in den Annakirmeshimmel, Zwillingstürme mit zehn thematisch gestalteten Räumen, die über Treppen oder via Aufzug erforscht werden können. Gut 30 Stunden benötigt Schausteller Charles Blume für den Aufbau des auf zehn Schwertransportern verladenen, 210 Tonnen schweren Geschäfts.

Als nächstes Großfahrgeschäft erwartet Greiff die Wildwasserbahn „Aqua Valley”, für die er am Reißbrett den „Achterbahnplatz” an der Kopfseite reserviert hat und für die 180 000 Liter Wasser bereitstehen. Als letztes wird die Kirmesneuheit „Rocket” anreisen. „Mittwoch oder Donnerstag kommender Woche”, hat ein entspannter Achim Greiff von Schausteller Michael Goetzke erfahren. „Von mir aus, kann der Aufbau so ruhig bleiben”, betont Greiff noch, während er einem Schausteller noch einige Durchfahrtsausweise aushändigt. Dann geht Tel.weiter über den Platz, immer den Aufbauplan in der Hand und ein waches Augen für das Treiben der vielen Schaustellerhelfer.
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