Umzug von drei Schulen ist eine logistische Herausforderung

Von: Antonius Wolters
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Schulamtsleiter Gert Marx (l.) und Leo Heuter als Chef des Jülicher Hochbauamtes koordinieren die Umzüge der städtischen Schulen, die während der Sommerferien ablaufen. Foto: Wolters
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Basis für optische Experimente: Die Apparatur aus der Physiksammlung ist nicht ganz billig. Foto: Wolters
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Reichlich Umzugsgut: Im Realschulgebäude stehen abholbereit die Kisten. Foto: Wolters

Jülich. Als die Sekundarschule kurz vor den Sommerferien mit Trommeln und Trompeten ihren Umzug ins Jülicher Schulzentrum probte, zogen die Mädchen und Jungen auch einen Bollerwagen mit Regal hinter sich her. Ganz so einfach ist der Umzug dreier Jülicher Schulen nicht, den Schulamtsleiter Gert Marx und Leo Heuter, Leiter des Hochbauamtes, mit ihren Mitarbeitern koordinieren.

Umzugskisten gepackt haben Real- und Sekundarschule – bei der Realschule waren es knapp 1000 –, zudem treten Mensa und Schülerbücherei die Reise an die Linnicher Straße an. Dort hat die Hauptschule „Ruraue“ ihren dritten Umzug innerhalb des Gebäudes bereits weitgehend abgeschlossen.

„Wir sind in der letzten Schulwoche umgezogen“, berichtet Schulleiterin Karin Stobbe. Das sei so schon länger geplant gewesen. „Wir wussten, was auf uns zukommt“, sind Umzüge für die Hauptschule ja beinahe zur Routine geworden, denn je nach Baufortschritt wechselte die Bildungseinrichtung in einen anderen Gebäudeflügel. „Wir konnten nach drei Stunden wieder arbeiten – super“, lautet das Fazit von Schulleiterin Stobbe, die sich dabei auf die Umstöpseleien der Schul-EDV bezieht.

In dreijähriger Bauzeit ist das städtische Schulzentrum für rund 30 Millionen Euro umfassend saniert worden. Bevor die Gebäude wieder mit Leben erfüllt werden, musste ein detaillierter Umzugsplan geschrieben werden, der nicht allein taggenau auflistet, was von A nach B geschafft werden muss, sondern auch die rechte Reihenfolge festlegt, um doppelte Arbeiten zu verhindern. Zudem waren in der Planungsphase die umzuziehenden Räume mit einem Architekt besichtigt worden. Da der Chemie- und andere Fachräume der Realschule erst sechs bis sieben Jahre alt sind, ziehen diese komplett um.

„Das Hochbauamt zieht sich langsam zurück“, berichtet Leiter Leo Heuter von letzten Restarbeiten, die noch überall zu erledigen waren, bevor diese Woche als letztes Gewerk die Bauendreinigung erfolgt, die separat ausgeschrieben worden ist. Damit wird gleichzeitig der Boden bereitet für die neuen Schulmöbel, die gestern mit zwei großen Lastwagen angeliefert worden sind und in den nächsten Tagen montiert werden. Bei der Ausstattung der Klassenräume ist auch manches „Whiteboard“ zu sehen, die klassische Schifertafel hat dagen inzwischen ausgedient.

Ein wertvoller Partner für diese Tätigkeit ist die Firma Vorpeil aus Alsdorf, die sich nach den Hauptschul-Umzügen zudem bestens in dem Gebäude auskennt. Die sechs Mitarbeiter des Unternehmens bauen Möbel ab und an anderer Stelle wieder auf. Zudem verfügt die Firma über einen eigenen Schreiner, der immer dann helfen kann, wenn‘s möbelseitig irgendwo hakt.

Schul-Support in IT-Fragen aktiv

Ein anderer wichtiger Partner der Umzügler ist der Schul-Support der städtischen IT-Abteilung, denn überall sind Rechner abzubauen, anderswo anzuschließen, Netzwerke einzurichten oder Peripheriegeräte zu installieren. Da in den Ferien normalerweise in den Schulen wenig zu tun ist, hat das zweiköpfige Support-Team plus Auszubildendem genügend freie Kapazitäten, um den computertechnischen Teil des Umzugs zu stemmen. Im Optimalfall brauchen die Rechner nur ausgestöpselt und am Umzugsort wieder eingestöpselt zu werden.

Doch nicht nur ein Teil des Mobiliars, die Schülerbücherei und beispielsweise die Physiksammlung ziehen um, auch Hausmeister, Sekratärinnen und Lehrerkollegium müssen sich auf eine neue Wirkungsstätte einstellen. Für alle gilt, was Schulamtsleiter Gert Marx sagt: „Bis zum Ende der Sommerferien muss der Umzug beendet sein.“

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