Welz - Umzug mit Fuhrpark, Schreibtisch und Computer

Umzug mit Fuhrpark, Schreibtisch und Computer

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
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In das sanierte Alte
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Die Tage im Warnamt sind gezählt.

Welz. Im ehemaligen Hauptzollamt Aachen, dem neuen Hauptsitz der Aachener Bundespolizei, werden schon die Schreibtische eingeräumt. Für den Linnicher Teil der Inspektion Aachen/Linnich spielt diese Musik noch ein Stück weit in der Zukunft. „Wir ziehen definitiv um“, lässt Polizeihauptkommissar Knut Paul keinen Zweifel aufkommen. Allenfalls der exakte Zeitpunkt, wann im ehemaligen Warn­amt Welz die Umzugskartons gepackt werden, ist noch offen.

Frühjahr 2014 wird es sein, so viel steht fest. Dann wird ein weiteres Kapitel Polizeigeschichte auf Linnicher Boden zu Ende sein.

Seit 1999, nach der Aufgabe des Warnamts Welz, residiert ein Teil der Bundespolizei Aachen recht idyllisch am Fahlenberg im Linnicher Stadtteil. Ein Außenposten in einem ausgedehnten Zuständigkeitsbereich, der vom Selfkant im Norden bis an die Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz im Süden reicht. Die gesamte Inspektion Aachen/Linnich umfasst rund 190 Polizeibeamte und Angestellte. 45 Bundespolizisten haben das Welzer „Warnamt“ als Heimatstandort.

Sie werden nicht en bloc in das neue „Hauptquartier“, das Alte Zollamt am Aachener Hauptbahnhof umziehen. In das komplett sanierte Gebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, dessen Umbau in Knut Pauls Verantwortung lag, werden Teile des Welzer Ermittlungsdienstes ziehen, erklärt Polizeioberkommissar Bernd Küppers. Ebenfalls im Zollamt untergebracht sind neben Teilen des Ermittlungsdienstes die Führungsgruppe aus Welz und die Verwaltung. Die Wache am Aachener Hauptbahnhof, die bislang in Bürocontainern untergebracht war, ist schon in das benachbarte sanierte Gebäude gewechselt.

Für einen Teil der Welzer Ermittlungsbeamten geht es allerdings nicht nach Aachen, sondern in die ehemalige Niederlassung der Autobahnpolizei in Eschweiler. Diese Liegenschaft ist nach Pauls Vorstellungen umgebaut und für die Belange der Bundespolizei ertüchtigt worden. Dass dort noch Verhandlungen zu führen sind, ist dem Umstand geschuldet, dass es nach dem plötzlichen Tod der Eigentümerin einen Besitzerwechsel gegeben hatte.

Der Standort Eschweiler ist aus vielerlei Gründen optimal. „Wir haben dort einen zentralen Punkt, den wir anfahren können“, sieht Paul als wesentlichen Standortvorteil. Verkehrsgünstig angebunden an zwei grenzüberschreitende Autobahnen lassen sich schnell nach Bedarf Einsatzkräften verschieben, wenn beispielsweise Reisebusse kontrolliert werden müssen. Schwerpunktmäßig hat die Bundespolizeiinspektion illegale Migration und Schleusungen im Blick. Wenn dann schon mal weit über 50 Menschen zu überprüfen und gegebenenfalls unterzubringen sind, sei das nur mit einem zahlenmäßig erhöhten Personaleinsatz zu leisten, schildern Paul und Küppers. Schnelle Präsenz der Bundespolizei ist insofern wichtig, „da 30 Kilometer von der Grenze entfernt, die Zuständigkeit der Bundespolizeiinspektion Aachen in West-Osterstreckung endet. Danach ist das Sache der Landespolizei“, erklärt Paul.

Die Eschweiler Liegenschaft ist so umgebaut worden, dass sie einen optimalen Ablauf der erkennungsdienstlichen Maßnahmen erlaubt. Nicht zu vergessen: Nach dem Umbau verfügt das Gebäude neben Vernehmungsräumen ebenfalls über „bessere Zellen“ und Rückführungsräume, in denen Familien vorübergehend untergebracht werden können. „Wir haben internationale Anforderungen an solche Einrichtungen, denen wir dort gerecht werden“, sagt Paul. Ebenfalls nach Eschweiler wird der gesamte Welzer Fuhrpark verlegt.

Am neuen Standort wird nicht alles neu sein: „Wir nehmen unsere Schreibtische mit und unsere Computer“, sagt Paul. Keine Verwendung findet die Leitstellentechnik, die noch unter Inspektionsleiter Ludger Intorp in Welz eingerichtet worden war. Sie ist überholt. Für manche der Welzer Bundespolizisten bringt der Umzug klare Vorteile. Küppers fährt heute noch 35 Kilometer mit dem Auto zum Dienstantritt in Welz. „Wenn wir umgezogen sind, könnte ich mit dem Rad fahren.“ Andere, die im Kreis Heinsberg wohnen, haben künftig weitere Wege.

Verwendung offen

Und was geschieht mit der Welzer Liegenschaft, wenn die Bundespolizei ihre Koffer gepackt hat? Besitzer ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA). Wie es auf Anfrage hieß, werde zunächst geprüft, ob ein eigener Anschlussbedarf besteht. Falls das nicht der Fall sein sollte, gebe es zwei Möglichkeiten. Eine ist der Verkauf. Die andere die Verwaltung der Liegenschaft. Man schaut nach dem Rechten und verhindert den Verfall der Gebäude und des Warn­amtbunkers.

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