Jülich - Über 400 Jülicher brauchen zum Lohn noch Geld vom Staat

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Über 400 Jülicher brauchen zum Lohn noch Geld vom Staat

Von: -vpu-
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Jülich. Von den 1913 HartzIV-Empfängern in der Stadt Jülich sind 423 einer Arbeit nachgegangen. 18 sind sogar vollzeit beschäftigt - und benötigen dennoch „ergänzende Leistungen”. Das lässt Rückschlüsse auf die Höhe ihrer Löhne und Gehälter zu.

Diese Zahlen hat Landrat Wolfgang Spelthahn auf Anfrage des Stadtverordneten der Linken, Siegfried Faust, zusammengestellt.

Alle 423 „Aufstocker” bekamen im Juni 2010 zusammen knapp 290.200 Euro von Vater Staat, Die Zahl der „Aufstocker ist im gesamten Kreis Düren seit mehreren Jahren relativ konstant”, teilt Spelthahn weiter mit. Die 423 Leistungsempfänger aus der Stadt Jülich befänden sich in 375 Bedarfsgemeinschaften, so dass jede dieser Gemeinschaften im Monat durchschnittlich knapp 774 Euro erhalte, heißt es im Antwortschreiben des Landrates weiter.

Siegfried Faust, „Einzelkämpfer” der Linken im Stadtrat, wertet die Daten so: „Mit dem rasant zunehmenden Trend, dass sich immer mehr Arbeitgeber ihren Lohnkostenfaktor durch die Allgemeinheit subventionieren lassen, schreitet eine Fehlentwicklung voran.” Diese Entwicklung leiste nicht nur einen „beachtlichen beitrag zur weiteren Destabilisierung der Sozialkassen”, sondern spiegele sich auch in den Defiziten der kommunalen Haushalte wider, so Faust weiter.

Laut Wolfgang Spelthahn vermittele die job-com als zuständiges Fachamt der Kreisverwaltung „Arbeitslose ausschließlich in Arbeitsverhältnisse, in denen tariflicher bzw. ortsüblicher Lohn gezahlt wird, sofern kein Tarifvertrag besteht”.
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