TuS-Ringern gelingt eine kleine Sensation

Von: kr.
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Es ist geschafft! Die Ringer des TuS Aldenhoven feierten nach dem Kampf vor heimischem Publikum die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga. Glasklarer 40:10-Sieg über den bisherigen Tabellenführer RC Ehrenfeld II. Foto: Kròl

Aldenhoven. Spannender hätte selbst Altmeister Hitchcock das Drehbuch zum Finale der Ringerbezirksliga West nicht schreiben können. Am 18. und letzten Kampftag kam es zum Showdown um den Aufstieg zwischen dem Spitzenreiter RC Ehrenfeld 1976 II und dem Verfolger TuS Aldenhoven. Mit sieben Punkten Unterschied hätte Aldenhoven gewinnen müssen, um an den Domstädter vorbei zu ziehen.

Am Ende fegten die Schützlinge von Trainer Mohammed Zeggai den bis dahin ungeschlagenen Gast mit 40:10 (Pausenstand 20:5) von der Matte. Nach dem letzten Kampf von Niklas Basner brachen alle Dämme in der Turnhalle an der Schwanenstraße.

Auch wenn er seinen Kampf verlor, wurde er von der Mannschaft wie ein Held gefeiert. Die Meisterschaft und der Aufstieg in die Landesliga waren perfekt gemacht, und es spielten sich Jubelszenen wie zu besten Aldenhovener Ringerzeiten ab.

Kaum einer in der Halle hatte mit einem solch glasklaren Ergebnis gerechnet, brachten doch gerade die Domstädter dem TuS im Hinkampf die einzige Saisonniederlage bei. „Das war sensationell. Ich bin überglücklich, vor eigenem Publikum so einen tollen Kampf zu zeigen. Ich kann es noch gar nicht fassen!“, sagte der erste Vorsitzende Norbert Westmark mit Freudentränen in den Augen.

Auch Trainer Mohammed Zeggai, der einen Schultersieg zum Erfolg beisteuerte, war überglücklich. „Es ist unbeschreiblich was hier heute passiert ist, auch wie die Mannschaft gekämpft hat. Seit dem Februar haben wir auf dieses Ziel hingearbeitet, und nun ist es geschafft.“

In der Tat sahen die mehr als 180 begeisterten Zuschauer (Besucherrekord) ein Aldenhovener Ringerteam, das wie aus einem Guss kämpfte und auf den Punkt topfit war. Von Beginn an kauften sie dem Gast den Schneid ab, und schon früh roch es nach einer faustdicken Überraschung. Und so machte sich das Team von Trainer Mohammed Zeggai das schönste Weihnachtsgeschenk selbst.

Es wurde eine lange Nacht in Aldenhoven. Vorstand und Mannschaft feierten nach dem Kampf ausgelassen den Sieg und den damit verbundenen Aufstieg mit ihren Fans.

Unter den Zuschauern waren eine ganze Reihe von Recken aus der Bundesligazeiten der Aldenhovener gekommen. Erinnerungen wurden wach, als Bundestrainer Lothar Ruch, Mehmet Yalcin, Rolf und Wilfried Colling, Terenzio Ruiu, Herbert Hohaus und viele andere in der Halle waren.

„Es freut mich sehr, dass die Aldenhovener Mannschaft so souverän den Aufstieg geschafft hat. Ich habe heute viele alte Bekannte wieder gesehen, und man erfährt viele Neuigkeiten“, meinte Terenzio Ruiu am Rande der Veranstaltung.

Hier die Kämpfe ( Aldenhovener Ringen zuerst genannt ):

57 kg: Huseyin Cakit : Muhammed Yildirim 4 :0 / technisch überlegen / griechisch römisch.

57 kg: Huseyin Cakit : Muhammed Yildirim 4:0 / Schultersieg / Freistil.

61 kg: Simeon Dupont : Robert Fink 4 : 0 / Schultersieg / Freistil.

61 kg: Simeon Dupont : Mustafa Aslan 4 : 0 / technisch überlegen / griechisch römisch.

66 kg: Vadim Dubowik : Olexandr Kogan 0 : 2 / Punktniederlage / griechisch römisch.

66 kg: Vadim Dubowik : Olexandr Kogan 0 : 1 / Punktniederlage / Freistil.

75 kg: Niklas Basner : Mustafa Selamet 0 : 3 / Punktniederlage / Freistil.

75 kg: Niklas Basner : Paschalis Stavridis 0 : 4 / technisch überlegen / griechisch römisch.

86 kg: Daniel Kass : Stavridis Paschalis 4 : 0 / Schultersieg / Freistil.

86 kg: Murat Topal : Patrick Arndt 4 : 0 / Aufgabesieg / griechisch römisch ( Verletzung ).

98 kg: Mohammed Zeggai : Eduard PetRosyan 4 : 0 / Schultersieg / Freistil.

98 kg: Daniel Kass : Eduard Petrosyan 4: 0 / Schultersieg / griechisch römisch.

130 kg: Kai Derbort : Ercan Jung 4 : 0 / Schultersieg / griechisch römisch.

130 kg: Kai Derbort : Ercan Jung 4 : 0 / Schultersieg / Freistil.

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