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TTC startet das Projekt Titelverteidigung

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
Die junge Mannschaft des TTC I
Die junge Mannschaft des TTC Indeland Jülich will am Ende der Saison 2011/12 auf den Aufstieg in die 1. Tischtennisbundesliga anstoßen. Foto: Jonel

Jülich. „Mein Gott, sind die jung!” Dieser Satz entfuhr nicht etwa einem Tischtennis-Unbedarften. Der Staunende war niemand anderes als der Manager des Tischtennis-Zweitligisten TTC Indeland Jülich und Ehrenpräsident des Vereins, Arnold Beginn. Auch er sah wohl zum ersten Mal en bloc die neuformierte Mannschaft, die in einem Monat in der 2. Tischtennis-Bundesliga an die Tische gehen wird.

Es ist eine junge Truppe, die sich im Vergleich zur überaus erfolgreichen Vorsaison, „nicht groß verändert hat”, wie Trainer Johannes Dimmig meint. Tatsächlich finden sich im Stammkader nur zwei beziehungsweise drei neue Namen.

Zum Team gestoßen ist Thomas Brosig, mit 30 Jahren ein ganz erfahrener Tischtenniscrack, den der TTC vom Liga-Konkurrenten Hagen angeworben hat. Brosigs Erfahrung und seine „Bombenbilanz” sollen im mittleren Paarkreuz Punkte zementieren. Neu ist Michael Servaty. Der 17-Jährige kommt vom Regionalligisten Holzbüttgen mit blendender Empfehlung. Er soll die TTC-Bilanz an Position 6 positiv gestalten.

Der Rest der Mannschaft hat sich seine Sporen längst verdient und trägt die Meisterschärpe der Saison 2010/11. Allen voran Ricardo Walther, der bereits im Nationalkader von Bundestrainer Jörg Roßkopf trainiert. Der 19-Jährige ist in dieser Saison die Nummer 1 im Team. An 2 steht Lauric Jean seinen Mann. Trainer Dimmig hat den 18-jährigen Belgier mittlerweile zum „fast Deutschen” erklärt.

„Professor” Christian Strack bildet gemeinsam mit Thomas Brosig die Mittelachse der Mannschaft. Für Dimmig ist der 28-Jährige die Zuverlässigkeit in Person, der seine wichtigen Spiele immer gewinnt. Und schließlich ist da noch Daniel Halcour an Position 5. Der 26-Jährige stammt aus der TTC-Talentschmiede und spielt nun seine zweite Saison in der ersten Garnitur.

Das gesamte Kadergefüge kann allerdings um jeweils eine Position nach unten verrückt werden, wenn Lai Wai hinzustößt. Der 19-jährige Chinese ist so etwas wie eine Geheimwaffe. Er soll aufgeboten werden, wenn es mal eng wird gegen einen Mitfavoriten. Denn das Ziel ist diesmal absolut eindeutig abgesteckt: „Bei uns wird jeder Euro umgedreht. Aber wenn wir dieses Jahr Erster werden, wollen wir auch aufsteigen”, legt sich Arnold Beginn früh fest.

Und auch Trainer Johannes Dimmig geht mit breiter Brust in die Saison. „Die Jungs sind in der Rangliste alle nach oben gesprungen wie sonst was. Wir werden mit ihnen viel Freude haben. Platz 1 sollte wieder drin sein.”

Und dann stehen noch zwei weitere junge Talente auf dem Sprung nach oben. Jonas Lenzen und Lukas Koy sollen die 2. Mannschaft stärken, aber vielleicht winke ihnen „der ein oder andere Einsatz in der 1. Mannschaft”, gibt Dimmig den beiden einen Motivationsschub, sich im Training zu beweisen.

Vor dem Start ist also alles geregelt. Von den Konkurrenten um die Meisterschaft - Hertha BSC Berlin, Borussia Dortmund und der SV Siek - wird der TTC bereits im Pokal (27. August) auf die Mannschaft von Hertha BSC treffen.

Bei einem Sieg wäre Bundesligist Saarbrücken der nächste Gegner. Attraktiv, aber zweitrangig. Dimmigs Priorität ist eine andere: „Viel wichtiger ist mir der Saisonauftakt gegen Bergneustadt. Die sind nicht zu unterschätzen.”

Die Vorfreude auf die neue Zweitligasaison ist nicht auf die Jungs im prägnanten Dress - Dimmig: „Die grünen Hemden sind gut bekannt.” - beschränkt. Vereinspräsident Reinhold Küven ist gespannt wie viele andere auch. „Im vorigen Jahr hat unsere Mannschaft begeistert.

Man spricht wieder über den TTC.” Und man besucht die Heimspiele. Dazu hatte Küven auch eine „erfreuliche Mitteilung. Alle Heimspiele werden sonntags ab 15 Uhr ausgetragen - ohne Ausnahme.”

Die guten Wünsche vorab steuerten bei der traditionellen Mannschaftsvorstellung die beiden Hauptsponsoren bei. Ulf Kamburg, Geschäftsführer der Stadtwerke Jülich GmbH, rief kurz das Jahrzehnte währende Engagement der Stadtwerke in Erinnerung. Ausschlaggebend für das derzeitige Engagement sei aber nicht ausschließlich die 1. Mannschaft des TTC, sondern das Gesamtpaket.

„Der Fokus auf die Jugendarbeit ist für uns wichtig”, betonte Kamburg. Als lokales Unternehmen wolle man die gute Jugendarbeit, besonders auch die Programme des TTC wie „Turnhalle statt Straße” fördern. „Wir unterstützen mit unserem Engagement, dass diese Strukturen erhalten bleiben.”

Einen ähnlichen Beweggrund kann Hans-Martin Steins, Geschäftsführer der Indeland-Gesellschaft für sich geltend machen. „Als gemeinnützige Gesellschaft” unterstütze sie gemeinnützige Ziele. Sport- und Jugendförderung des TTC seien vorbildhaft. „Hier haben wir einen Profiverein , der eine breite Nachwuchsbasis besitzt.” Außerdem sei der TTC ein „hervorragender Botschafter, um den Namen Indeland in die weite Welt hinaus zu tragen”.

Dass das Engagement für die Profis überlebenswichtig für eine große Amateurabteilung ist, ließ Arnold Beginn mehr als einmal durchblicken. Letztlich war ihm der Erhalt der Amateurabteilung so wichtig, dass er dafür auf den Aufstieg in die neue Tischtennisbundesliga-Gesellschaft verzichtet habe.

Schlicht zu teuer für ein schmales Budget. „Die Strukturen des Vereins hätten den finanziellen Aufwand in der Gesellschaft nicht ausgehalten.”
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