TTC Jülich ohne Probleme gegen Xanten

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:
7040811.jpg
Hunor Janos Szöcs steckte am Sonntag eine strapaziöse Rückreise aus Rumänien in den Knochen. Er verlor sein zweites Einzel gegen Wang Zhi. Der TTC insgesamt bezwang Xanten erwartungsgemäß. Foto: Kròl

Jülich. Das Ziel des TTC Indeland Jülich gegen Schlusslicht Xanten war es, nach Möglichkeit keine Federn zu lassen. Der 6:2-Heimsieg gegen die Underdogs war dann nicht der erwartete Kantersieg, doch deutlich genug, um mit dem Ergebnis zufrieden zu sein.

Wenn man sich auf die Suche nach spielerischen oder dramaturgischen Glanzpunkten macht, sollte man zur Vorsicht die Lupe in die Hand nehmen. Dies liegt wahrhaft nicht daran, dass der TTC zu schwach war. Vielmehr ließ die Qualität des Gegners kein höheres Niveau zu. Deswegen entschied sich die Vereinsführung, kurzerhand einen 15-jährigen Nachwuchsspieler ins kalte Wasser der 2. Bundesliga zu werfen. Stevan Klajic-Peric hatte mit Andreas Konzer zwar keinen übermächtigen Gegner, aber das Kaliber war an diesem Tag zu groß. Der junge Jülicher erreichte in keinem Durchgang mehr als drei Punkte, was auch den Leistungsunterschied zwischen einem sehr guten Landesligaspieler und einem eher unterdurchschnittlichen Zweitligaakteur dokumentiert. Seine Niederlage bedeutete das zwischenzeitliche 5:1 für Jülich zur Halbzeitpause. Jülichs Topmann Janos Szöcs hätte sich wohl am liebsten schon vor der Pause das Ende der Begegnung herbeigesehnt.

Seine Teilnahme an den offenen Meisterschaften von Ungarn steckte dem Rumänen tief in den Knochen. Nachdem der Jülicher bei den „Hungary Open“ die Qualifikation für die Hauptrunde geschafft hatte, brachte er den Europameister Christian Süss an den Rande einer Niederlage. Am Ende unterlag Szöcs unglücklich im siebten Satz. Doch vielmehr als dieses Marathon-Match gegen Süss schlauchten ihn die Reisestrapazen. Szöcs kam erst in denn frühen Morgenstunden in Jülich an.

Dementsprechend derangiert gab er auch sein zweites Einzel gegen Wang Zhi, Xantens Nr. 1, in vier Sätzen ab. „Wenn es darauf ankommt, bringt Szöcs Topleistungen. Eine Niederlage gegen Xanten ist unter diesen Umständen zu verzeihen“, kommentierte TTC-Ceftrainer Johannes Dimmig.

Doch Yoshihiro Ozawa nutzte die Chance und spielte sich als bester Jülicher Akteur des Tages ins Rampenlicht. Ozawa rutschte ins obere Paarkreuz, weil Hermann Mühlbach auf seinen Einsatz in den Einzeln nach der 2:0-Führung aus den Doppeln verzichtete. Ozawa kam, sah und siegte dreifach. Zum Bedauern der TTC-Fans wird der junge Japaner in der kommenden Saison voraussichtlich nicht mehr für den TTC an den Tisch gehen. Einige Vereine zeigen großes Interesse, während seine Anreise aus Japan für den TTC Indeland Jülich immer wieder eine logistische Herausforderung darstellt. Beginn: „Er ist sportlich mit Sicherheit eine Bereicherung für unsere Mannschaft, aber wir möchten lieber in der kommenden Saison mit jungen Spielern aus der näheren Umgebung spielen. Aus Holland und Belgien ist die Anreise wesentlich unkomplizierter.“

Beim nächsten Auswärtsspiel in Ober-Erlenbach am Samstag, 22. Februar, kann der TTC Indeland endgültig die Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga sicherstellen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert