Jülich - TTC Indeland Jülich: Sensationell glatter Erfolg in zwei Stunden

WirHier Freisteller

TTC Indeland Jülich: Sensationell glatter Erfolg in zwei Stunden

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:

Jülich. Beeindruckend katapultierte sich der TTC Indeland Jülich am Sonntag mit seinem rasanten 6:0 über die blutjunge Reserve des TTC Frickenhausen an die Tabellenspitze der 2. Tischtennis-Bundesliga.

Wie es auch im Fussball üblich ist unterhalten die deutschen Spitzenvereine Nachwuchsmannschaften in den höchst möglichen Spielklassen. Der TTC Frickenhausen ist im Tischtennis diesbezüglich federführend. Zweimal in Folge hätte die Reserve des TTC Frickenhausen als Meister der zweiten Bundesliga Süd sogar die sportliche Qualifikation für die erste Liga in der Tasche, insofern wurden sie auch vor dieser Saison also absoluter Titelfavorit gehandelt.

Fast schon ungläubig lag sich das TTC-Quartett nach dem überragenden 6:0-Sieg in den Armen. Viele Experten erwarteten ein Spiel auf Augenhöhe, einige Kenner der Szene hatte gar die Gäste als Favorit gehandelt. Das, was die Fans in der Jülicher Nordhalle sahen, war erstklassig, aber das Ergebnis fiel mindestens eine Spur zu deutlich. Der neue TTC-Cheftrainer Miroslav Broda kommentierte: „Wir haben zwar verdient gewonnen, aber in den entscheidenden Phase hatten wir das Glück auf unserer Seite.“

Diese entscheidenden Phasen erlebten zweifelsohne Jean Lauric und Ewout Oostwouder im Doppel gegen Oikawa/Sargu und Hermann Mühlbach in seinem Einzel gegen Mizuki Oikawa, dem Topspieler der Gäste. Das Jülicher Gespann gewann insgesamt 5 Punkte weniger als das beste Doppel der Gäste; es entschied allerdings drei der fünf Sätze für sich und brachte den TTC mit 2:0 in Führung. Keine Frage: Dieses Polster gab dem oberen Paarkreuz enorme Sicherheit.

Jean Lauric hatte in den brenzligen Situationen gegen Dang Qiu schließlich auch die Nase vorne. Den zweiten und den vierten Satz gewann der belgische Nationalspieler hauchdünn und markierte so das 3:0. Für die Vorentscheidung sorgte allerdings Hermann Mühlbach. Gegen den starken Japaner ließ Mühlbach im Verlauf der fünf Sätze einige Chancen liegen, dies war natürlich auch dem permanenten Druck des Asiaten geschuldet. Im letzten Satz stand das Spiel beim Stand von 8:7 auf Messers Schneide.

Zunächst glich Oikawa mit einem Netzroller aus, dann spielte Mühlbach stark. Entscheidend war dann ein vermeintlich leichter Returnfehler des Japaners und ein schwaches, zu passives Blockverhalten beim Matchball. Mühlbach erzählte: „Eigentlich habe ich zu viele Möglichkeiten während des Spiels liegen lassen. Normalerweise muss man diese Gelegenheit gegen ihn nutzen um zu gewinnen.

Am Ende war er auch nervöser als ich.“ Die beiden Spitzenspieler des TTC schlugen somit Gegner, die über Bundesliga-Niveau verfügen. Oikawas Turniererfolg bei den Chile Open in diesem Jahr unterstreicht dies nachhaltig. Im unteren Paarkreuz war das Kräfteverhältnis eindeutiger zu Gunsten der Indeländer. Mit zwei deutlichen 3:0-Siegen machten Yoshihiro Ozawa und Jülichs Neuverpflichtung Ewout Oostwouder den sensationell glatten Erfolg der Herzogstädter nach nur 120 Minuten perfekt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert