Jülich - TTC Indeland Jülich geht mit Broda und Allegro in die 1. Liga

TTC Indeland Jülich geht mit Broda und Allegro in die 1. Liga

Von: Antonius Wolters
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Der Belgier Martin Allegro bleibt dem TTC Indeland auch in der Tischtennis-Bundesliga als Spieler erhalten. Foto: Kròl
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Nach dem Spiel verabschiedete Präsident Küven (2.v.l.) Alex Khanin (v.l.), Brian Afanador und Tobias Rasmussen. Foto: TTC/Sauer

Jülich. Kaum ist der TTC Indeland dem Abstieg von der Schippe gesprungen und hat damit gleichzeitig die Eintrittskarte zur Tischtennis-Bundesliga (TTBL) gelöst, haben Präsident Mike Küven und der bisherige Manager Arnold Beginn, der wegen seines aktuellen Handicaps mehr im Hintergrund wirkt, die Vorbereitungen für die neue Saison forciert.

Klar ist, dass der Belgier Martin Allegro dem TTC als Spieler erhalten bleibt und Dragos Olteanu weiterhin als Ersatzmann fungiert. Der Verein setzt auch weiter auf Trainer Miro Broda.

Dazu kommen nur noch zwei weitere Spieler, da in der Bundesliga drei Spieler pro Mannschaft eingesetzt werden. Einer davon wird vom 1. FC Saarbrücken-TT an die Rur wechseln, wo der TTC bekanntlich als „Farmverein“ des Bundesligisten fungiert und vielversprechenden Nachwuchsspielern Einsatzzeiten in der TTBL ermöglicht.

„Wir lassen uns nichts diktieren, sondern entscheiden selbst, ob wir einen angebotenen Spieler nehmen“, sagt Präsident Küven. Damit stellt er klar, dass in Jülich nun keineswegs eine Saarbrücker Filiale entsteht, sondern die volle Eigenständigkeit erhalten bleibt. So verpflichten die Indeländer einen Spieler, den der Bundesligist auch gerne unter Vertrag genommen hätte.

Trotz Bundesliga gehen die Indeländer wie gewohnt keine finanziell brisanten Risiken ein. „Das Budget passt“, sagt Präsident Küven, der die wirtschaftlichen Rahmendaten für die anstehende Saison bei der TTBL eingereicht hat, die aktuell von einem Wirtschaftsprüfer in Fulda unter die Lupe genommen werden. „Bis Freitag erhalten wir einen Zwischenbescheid, ob die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ausreicht“, sagt Küven, der dem Testat gelassen entgegen sieht.

Resonanz hat es nach dem erfolgreich überstandenen Wochenende auch von Sponsorenseite gegeben. Ein Sponsor, der nach dem freiwilligen Rückzug aus der Bundesliga sein Engagement stark zurückgefahren hatte, erhöht nun seine Zahlungen an die Indeländer um rund 300 Prozent, wie Küven verriet. Weil der Verein nun Planungssicherheit hat, könne er generell das Sponsorenfeld beackern: „Wir wollen Kleinsponsoren davon überzeugen, ihr Engagement aufzustocken.“

Die scheidenden Spieler, die in letzter Minute Klassenerhalt und damit den Aufstieg geschafft haben, wurden am Sonntag nach dem Spiel beim abendlichen Essen im Lokal „Zum Maiblömche“ vom Präsidenten verabschiedet.

 

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