TTC Indeland Jülich: Feilen am Team für die neue Saison

Von: Antonius Wolters
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Jülich. Alle Jahre wieder, wenn TTC-Manager Arnold Beginn die nächste Saison plant, erklingt sein immer gleiches Klagelied: „So schwer war es noch nie...” Der Satz bezieht sich in diesem Jahr nicht nur auf die Neuverpflichtung, sondern auch auf die Finanzierung der kommenden Saison.

Nach Worten Beginns fehlt nämlich „von einem der größten Sponsoren” noch ein neuer Vertrag, ohne den der Manager weder arbeiten noch planen kann. Zwar sei von Sponsorenseite angedeutet worden, dass eine Verlängerung um mehrere Jahre möglich sei, doch noch ist kein neuer Kontrakt unterschrieben, bleibt Beginn vorsichtig.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Frage, in welcher Klasse der Zweitligist in der kommenden Spielzeit aufschlagen wird. Aus taktischen Gründen hat der TTC Indeland Jülich zwar für die Deutsche Tischtennis Liga (DTTL) gemeldet - Beginn: „vielleicht gewinnen wir ja im Lotto oder finden einen neuen Großsponsor” -, doch ob der Verein in die Erstklassigkeit zurückkehrt, will sich das Tischtennis-Urgestein in den kommenden Wochen noch überlegen. Und dazu müsste sich die Mannschaft ja wohl noch sportlich qualifizieren.

Personell benötigt der TTC nach dem Weggang von Ricardo Walther auf jeden Fall eine neue Nr. 1. Von der aktuellen Mannschaft, die am Karnevalssonntag zum SV Union Velbert reisen muss, bleibt laut Manager Beginn „nur Michael Servaty, die übrigen fünf Spieler werden uns verlassen”.

Als erster Neuzugang in trockenen Tüchern ist lediglich der Wechsel von Gianluca Walther. Der amtierende Westdeutsche Jugendmeister im Einzel und Doppel soll in der kommenden Spielzeit im mittleren Paarkreuz an Position vier spielen.

Die weitere Karriereplanung des talentierten 17-Jährigen ist mit der Familie und Walthers Heimatverein TTC Blau-Weiß Brühl-Vochem einvernehmlich besprochen.

Die guten Erfahrungen der Familie mit Sohn Ricardo, dem TTC Indeland und Manager Beginn, der Ricardo Walther als persönlicher Berater unter seine Fittiche genommen hat, haben sicher dazu beigetragen, dass sich die Herzogstädter die Dienste des hoffnungsvollen Talents sichern konnten, das auch bei anderen ambitionierten Vereinen im Gespräch war.

Der Kontakt zu Spielern, die interessant für die Indeländer sind oder sich um ein Engagement an der Rur engagieren gestaltet sich derzeit schwierig, denn viele haben sich zu den internationalen Meisterschaften ins warme Katar aufgemacht. Der Kontakt erfolge meist über Facebook oder per E-Mail, beschreibt Arnold Beginn die Kommunikationsströme.

Eingleisige 2. Bundesliga kommt

Gesucht wird bis zum Ende der Wechselfrist am 31. Mai der, so der Manager, „richtige Mix aus Begeisterung und Erfahrung”, nachdem die aktuelle Mannschaft den rechten Zusammenhalt bislang vermissen lässt.

Am Horizont zeichnet sich bereits eine tiefgreifende Veränderung ab, nämlich die Zusammenlegung der Nord- und Südgruppe in eine eingleisige 2. Tischtennis-Bundesliga, die dann mit Vierermannschaften spielt. Der entsprechende Beschluss soll beim Verbanstag im Juni fallen.

Dort wird auch der Modus für die Qualifikation zur neuen eingleisigen 2. Bundesliga festgelegt. So ist es möglich, dass dafür bereits in der kommeden Saison Punkte gesammelt werden müssen, was der personellen Ausrichtung eine weitere Wendung geben würde. So überlegt Arnold Beginn, ob er sich bei der Tischtennis-WM Anfang März in Dortmund umsehen soll.
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